Warum du als Autor besser Solopreneur bist

Autoren sind Solopreneure. Das ist ein modernes Wort für Selbstständige, geht darüber aber auch hinaus.

In diesem Artikel erklären wir dir, was ein Solopreneur ist und warum es gut ist, sich als Autor oder Autorin als Solopreneur zu sehen und nach gewissen Prinzipien zu handeln.

 

Kennzeichen eines Solopreneurs

  • ist selbstständig, solo und denkt unternehmerisch
  • Ziel ist persönliche Unabhängigkeit
  • schafft eigene Produkte oder Prozesse
  • nutzt (teil-)automatisierbare […] Komponenten
  • führt und steuert das Unternehmen alleine

 

Quelle: smartbusinessconcepts.de

 

 

Die Wortherkunft des Solopreneur

Ein Entrepreneur ist ein Unternehmer. Unternehmer arbeiten im Prinzip so, dass ihr Unternehmen nach einer gewissen Zeit für sie arbeitet. Dabei steht oft das Prinzip des Gewerbetreibenden im Vordergrund. Man steckt einen Euro rein und es kommen zwei Euro heraus.

 

Laut Steuergesetzen ist ein Selbstständiger (Freiberufler) jemand, der mit seiner eigenen Arbeitskraft und seinem Wissen und individuellen Fähigkeiten selbstständig arbeitet, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Ein Gewerbetreibender ist jemand, der durch Kapitaleinsatz seinen Lebensunterhalt finanziert. Produziert jemand ein Produkt, bezahlt er für die einzelnen Teile und die Montage, verkauft es und erhält so seinen Umsatz.

 

Das ist ganz leicht und locker erklärt und dient hier nicht der Richtigkeit in den Steuergesetzen, sondern dazu, das Prinzip eines Solopreneurs zu verstehen.

In meinem Verständnis sind Solopreneure diejenigen, die einen Mix aus gewerblichen und freiberuflichen Prinzipien anstreben. (Wie gesagt, keine Korrektheit im Sinne des Einkommensteuergesetzes!!)

 

„Ein Solopreneur ist ein Selbstständiger, der ein Business aufbaut, das auf Prozessen basiert, die mehr oder minder automatisiert ablaufen können und den ROI erhöhen.“

Definition von Show, don’t tell

 

Wir Autoren schreiben mit unseren individuellen Fähigkeiten ein Buch. Im Idealfall verkauft sich das Buch anschließend und generiert so, neben dem ROI (Return of Investment) ein passives Einkommen. Ein passives Einkommen haben auch Gewerbetreibende, die ein Eicafé eröffnen. Sie investieren in die Räumlichkeiten und Materialien und bekommen dann durch die Arbeit ihrer Angestellten Geld, das in der Unternehmenskasse für sie als Geschäftsführer übrig bleibt.

Daher wollen wir bei Show, don’t tell ein Augenmerk auf Solopreneurship legen. Unsere Zielgruppe sind nicht die Autoren, die nach einem langen Tag im Brotjob und der Verpflegung der Familie abends ein Stündchen schreiben und irgendwann ein Buch rausbringen und dann stolz darauf sind.

Wir richten uns an die Autorinnen und Autoren, die mehr wollen. Es soll unter anderem ein passives Einkommen generiert werden, durch das das Leben in vielerlei Hinsicht leichter wird. Deswegen ist Show, don’t tell auch der Marketing-Blog für Autoren: Ohne Marketing läuft nichts. Außerdem macht Marketing mit dem richtigen Vorwissen mindestens so viel Spaß wie Geldverdienen.

 

Warum Autoren denken sollten wie ein Solopreneur

Als Solopreneur arbeitest du an eigenen Projekten und nicht wie ein Freelancer an fremden Projekten. Du hast die volle Kontrolle über das, was du schreibst und bist weitestgehend unabhängig (je nach dem, ob ein Verlag mit im Spiel ist).

Darüber hinaus kennzeichnet sich ein Solopreneur (genau wie ein Freelancer) durch seine Unaustauschbarkeit. Du bist als Autor unersetzbar: Dein Roman würde ganz anders klingen und womöglich auch anders im Plot verlaufen wenn ihn jemand anderes geschrieben hätte.

Darüber hinaus kennzeichnet einen Solopreneur, dass er oder sie in passives Einkommen, etwa durch Buch- oder e-Book-Verkäue erzielen kann. Und auch die Hürden, die ein Solopreneur im Marketing hat, treffen auf Schriftsteller zu: Ein Freelancer vermarktet in erster Linie sich, um Aufträge zu generieren. Ein Buchautor möchte sein Buch verkaufen. Dabei tritt der Autor äußerst selten an die Leserinnen und Leser heran, sondern investiert eher in gutes Marketing oder hofft darauf, dass sein Buch in die Barauslage von Buchhandlungen kommt.

Darüber hinaus bauen Solopreneuere mehr oder minder automatisierte Prozesse auf. Das wirst du als Autor auch tun, wenn du Erfahrungen gesammelt hast. Klappt dein Influencer Marketing hervorragend mit Person A, wirst du für dein drittes, fünftes oder zehntes Buch wohl auch an diesen Influencer herantreten. Die Art und Weise, wie du deine Geschichten plottest und wie dein Schreibstil auf den Leser einwirkt, macht dich einzigartig und als Schriftsteller erkennbar: Auch hier bist du ein Solopreneur.

Wir bei Show, don’t tell wollen, dass du dich nicht nur als Autorin oder Autor wahrnimmst, sondern als Geschäftsmann oder Geschäftsfrau. Du bist ein Solopreneur mit einem Produkt, das an den Markt kommen soll. Schau‘ unbedingt über den Tellerrand des Autorendaseins am heimeligen Schreibtisch hinaus und fang an, dich mit unternehmerischen Themen zu befassen.

 

Unternehmerisches Denken lernen als Solopreneur-Autor

Unternehmersiches Denken kann man bereits durch Abraham Lincoln lernen:

„Wenn ich zehn Stunden zum Fällen eines Baums hätte, würde ich neun Stunden auf das Schärfen der Axt verwenden.“

Abraham Lincoln

Investiere Zeit in Schreibübungen, das Lesen von Ratgebern und das Vernetzen mit Marketingpartnern, bevor du deinen Roman über die Bühne bringst! Das ist ein typisches Beispiel von unternehmerischem Denken.

Man kann sich beispielsweise seinen Namen verbrennen, wenn man unüberlegt und zu voreilig im Selfpublishing veröffentlicht. Ich persönlich habe da meine Erfahrungen und Fehler gemacht; lern‘ gerne von mir!

Das ist ein weiterer Punkt unternehmerischen Denkens: Lerne aus den Fehlern anderer! Das heißt nicht, dass du überheblich und distanziert urteilen sollst, aber beobachte deine Kolleginnen und Kollegen (um nicht zu sagen: Mitwettbewerber) genau und gleiche fremde Projekte mit deinem Projekt ab. Was kannst du besser machen? Was inspiriert dich? Worin siehst du Verbesserungsbedarf?

Dabei ist es wichtig, dass du dich selbst als Solopreneur nicht als eierlegende Wollmilchsau siehst. Du musst nicht alles können, schon gar nicht Schreiben, Lektorieren, Coverdesign, Goodieherstellung und Marketing. In unserer Auffassung bei Show, don’t tell muss ein Autor vor allem zweierlei Dinge können: Schreiben und Marketing. Mit diesen beiden aufs möglichst Höchste ausgebauten Eigenschaften können es alle Autoren zu etwas bringen.

Ein weiterer Bestandteil eines erfolgversprechenden Mindset eines Solopreneurs ist die Erfolgsüberzeugung. Wenn du mit innerer Überzeugung alles tust, was du für dein Projekt und deinen Traum für nötig und wichtig hältst, wirst du erstklassige Qualität hervorbringen. Und das wird Erfolg erzwingen und dir dabei helfen, dich mit deiner eigenen Idee selbst zu verwirklichen.

Werde Solopreneur, eigne dir ein Mindset an und fang an, unternehmerisch zu denken!

Sämtliche Blogartikel bei Show, don’t tell helfen dir dabei.

Hast du noch nicht genug zum Thema? Dann habe ich hier eine Empfehlung zum Weiterlesen (Englisch) für dich: smallbiztrends.com. Der nächste Artikel zu diesem und ähnlichen Themen ist allerdings bereits für dich in Arbeit.

 

 

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