WordPress & Social Media managen mit Blog2Social

Hi. Ich bin Kia, die Inhaberin von „Show, don’t tell“. Ich blogge regelmäßig hier zu Themen rund um Autoren und Marketing und betreibe auf kiakahawa.de meinen eigenen Blog. Dazu gehört auch die Reihe „Autoren an die Steuer“, wobei jeder Blogartikel gut recherchiert, vorbereitet und geplant sein muss.

Nutzt du auch WordPress für einen oder mehrere Blogs und arbeitest vielleicht sogar mit einem Redaktionsplan, dann kann folgendes Plug-In für dich hilfreich sein: Blog2Social.

Dabei handelt es sich um ein Plug-In für Wordprbess von der adenion GmbH. Der Support ist auf Deutsch und Englisch gegeben und in dieser Rezension möchte ich dir einen Einblick in den Leistungsumfang dieses Plug-Ins geben, meine Arbeitsweise erläutern und Stärken sowie Schwächen beleuchten.

 

Wozu nutze ich Blog2Social?

Bevor ich das Plug-In entdeckt habe, habe ich meine Blogbeiträge durch die Facebook-interne Planungsfunktion und über Tweetdeck vorausgeplant. Man kann jeden Artikel, den man mit WordPress erstellt, in der Zukunft datieren. Der Newsletter schickt sich bei Veröffentlichung selbst ab, nachdem ich das einmal eingestellt habe, und mit einem Screenshot oder manuell eingefügtem Titelbild konnte ich dann den Beitrag vorausplanen.

Die Sache hatte mehrere Haken. Plant man bei Tweetdeck einen Beitrag voraus, kann man diese Planung nicht mehr bearbeiten, sondern nur löschen und neu erstellen. Darüber hinaus hatte ich keine Übersicht mehr darüber, wann welche Posts online gehen, und ich habe mir von Anfang an gewünscht, dass ich manche Beiträge in regelmäßigen Abständen in die sozialen Medien bringen kann. Außerdem gab es keine Möglichkeit, das Ganze für Instagram zu machen, und sowieso hat es mich genervt, dass es kein einheitliches Dashboard für alle sozialen Medien gibt.

Die Entdeckung von Blog2Social war für mich mit einem Freudenschrei verbunden. Nach nur zwei Wochen mit der kostenlosen Version buchte ich die PRO-Version und spare seitdem Zeit und Nerven. Für 8,25 € arbeitet man als Selbstständige theoretisch keine ganze Stunde. Blog2Social nimmt mir für 8,25 € im Monat so viel Arbeit ab, dass sich das finanziell um Längen gelohnt hat – und ich spreche von 8,25 € für kiakahwa.de und showdonttell.de!

Blog2Social Preisübersicht: 69 Euro für den Tarif "Smart" und 99 Euro für den Tarif "Pro".

Die Abrechnung erfolgt jährlich. 99,00 € pro Jahr finde ich absolut angemessen für meine Zwecke. Hast du nur einen Blog, kannst du das Ganze für 69,00 € bekommen. Aber dann fallen für dich die Funktionen wie das zeitversetzte Auto-Posting an beliebigem Datum und zu den besten Zeiten oder persönlichen Zeiteinstellungen sowie individuelle Formatauswahl bei Social Media Postings. Dennoch ist das Plug-In auch in der günstigen Variante eine echte Bereicherung.

 

Was kann Blog2Social konkret?

Mit Blog2Social teile ich Blogbeiträge auf Facebook, Instagram und Twitter. Auf Facebook geht das in Gruppen, auf dem privaten Profil oder der öffentlichen Seite. Blog2Social bietet darüber hinaus auch Google+, VK, Linkedin, Xing, Pinterest, Tumblr, Reddit, Bloglovin, Diigo, Medium und Flickr an. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis Blog2Sovial auf den Vero-Hype-Train aufspringt.

Blog2Social Twitter-Beitrag: Mit Bild in der Mitte oder mit Bild auf der linken Seite: Du hast die wahl.Die Posts können vorgefertigt sein, aber zu 100 % individualisiert werden. Sie werden automatisch zu den „besten Zeiten“ oder zu selbst festgelegten Zeitpunkten veröffentlicht. Der WordPress-Artikel, der per Link im Tweet anhängt, kann als Card oder Link-Beitrag dargestellt werden.

Wie es funktioniert? Man holt sich das Plug-In und bindet seine Accounts ein. Das ist bei allen ziemlich einfach, nur Instagram zickt manchmal etwas herum und verlangt eine zweite oder dritte Verifizierung. Du kannst auch einen Social Media Account doppelt einfügen und somit in einem Aufwasch gleich zwei Social Media Postings vorausplanen.

 

Stärken und Schwächen von Blog2Social

Da ich Blog2Social seit Juli 2017 nutze, habe ich inzwischen einige Stärken und Schwächen von BLog2Social entdecken können.

Eine der größten Stärken ist der Kunden-Support. Bei einer Anfrage wegen eines Problems wird einem zügig per E-Mail geholfen, der Kontakt ist freundlich und ich hatte von Anfang an das Gefühl, mit jeder noch so blöden Frage ernst genommen zu werden. Da Blog2Social aus deutscher Feder stammt, kann man den Kundensupport zum Ortstarif montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 anrufen. Easy!

Zwischendurch habe ich einen Feature-Wunsch abgegeben, da ich die Funktion vermisst habe, dass man einen Beitrag automatisiert beispielsweise alle 60 Tage vertwittern kann. Das ging davor nur wöchentlich oder täglich. Und, was soll ich sagen? Mein Feature-Wunsch wurde umgesetzt!

Eher schwach fand ich den „Beste Zeiten Manager“. Klickt man darauf, schlägt das Plug-In beispielsweise vor, einen Tweet um 08:00 Uhr zu veröffentlichen oder Facebook um 19 Uhr zu bespielen. Das stimmt nicht mit dem überein, was ich aus meinen eigenen Followern geschlossen habe und ich glaube nicht, dass das Plug-In das Verhalten meiner Follower analysiert, sondern sich je nach Wochentag auf einen allgemein anerkannten Durchschnittswert beruft – so in etwa kann ich mir das vorstellen. Dieser „Beste Zeiten Manager“ ist für Anfänger gut geeignet. Fortgeschrittene, die eigene Zeiten haben, können sich eigene Einstellungen schreiben. Der Support von Blog2Social schrieb mir: „Zum Anpassen der Zeiten gehe einfach auf Blog2Social -> Einstellungen -> Beste Zeiten. Dort kannst du Zeiten für jedes Netzwerk und auch dort dann unterschiedliche für Profile, Seiten und Gruppen eintragen.“ – jetzt ist auch klar, warum ich den Beste Zeiten Manager schwach fand und nicht finde, denn inzwischen erspart er mir einen kurzen aber nervigen Arbeitsschritt 🙂

Ein Geheimtipp für Instagrammer

Kennst du Hootsuite? Damit kannst du unter anderem Instagram-Beiträge vorausplanen. Das kostet nichts, wenn du nur bis zu 30 Nachrichten im Voraus planen willst. Willst du das unbegrenzt tun, kostet dich das 19,00 € im Monat. Das sind 129,00 € mehr als Blog2Social im Jahr kostet.

Ich umgehe so ein teures Instagram-Gimmick und zweckentfremde Blog2Social regelmäßig, um Instagram vorauszuplanen. Dazu teile ich einfach einen Beitrag, lösche den Link, ändere das Foto und gebe den Inhalt ein. So nutze ich Blog2Social als 2-in-1-Plug-In. Clever, oder? 😉

Stark ist hingegen der sich erstellende Redaktionsplan. Auch, wenn du keine Ahnung hast, wann du was posten willst, Blog2Social schreibt natürlich mit. In einem visuell ansprechenden Kalender wird dir nicht nur gezeigt, an welchem Kalendertag wie viele und welche Beiträge auf welchem Netzwerk online gehen, sondern kannst du auch eine Beitragsansicht wählen und sehen, welcher Beitrag wie oft wann und wo publiziert wird. Interessiert dich also, was am 24. Mai im Namen deiner Accounts veröffentlicht wird, kriegst du das mit einem Klick raus. Interessiert dich, wann der Beitrag X zum nächsten Mal verbreitet wird, ist auch das in Sekundenschnelle herausgefunden.

Mein Planungskalender vom vergangenen März in Blog2Social: Man sieht jeden Eintrag ansprechend gestaltet auf einem Tag.

Eine weitere Schwäche finde ich in der Erweiterung von Blog2Social, die ich selbst als Feature-Wunsch hatte. Die Übersetzung von „one time, two times“ ist im Deutschen etwas fragwürdig, denn es ist die Rede von Zeiten. Wenn ich einen Beitrag drei Mal teilen will, teile ich ihn für drei Zeiten. Der Abstand zwischen den Veröffentlichungen beträgt 100 Tage maximal. Das ist etwas schade, denn ich würde gerne einige Beiträge jährlich, also alle 365 Tage vorausplanen, ohne mir Gedanken darüber zu machen. Das kann besonders bei Beiträgen von Vorteil sein, die zu Weihnachten oder zur First der Abgabe der Steuererklärung (siehe „Autoren an die Steuer“ 😉 ) relevant sein können.

Blog2Social - Grenzen der Vorausplanung. Auf dem Bild sieht man den Versuch, Beiträge regelmäßig mit einem Abstand von 101 Tagen zu planen. Ab 101 wird die Eingabe nicht angenommen und das Feld rot umrahmt.

Eine Stärke hingegen, die mich überzeugt, ist, dass man die Bilder für das Netzwerk selbst auswählen kann. Neben dem Titel- beziehungsweise Beitragsbild wird jedes Bild vorgeschlagen, das in den Beitrag eingebunden ist. Besonders für Liebhaber des klassisch-quadratischen Formats bei Instagram ist diese Funktion außerordentlich hilfreich.

Toll ist auch, dass das Plug-In Blog2Social sich in die Beitrag-erstellen-Funktion einschleicht. Oben rechts neben jedem WordPress-Beitrag findet man ein Feld, in dem man nach dem Vorausplanen des Beitrags sofort in die Social Media Maske kommt, durch die man den soeben fertiggestellten Beitrag teilen kann.

 

Fazit zu Blog2Social

Blog2Social steigt empor. Da arbeiten Menschen im Hintergrund, die wirklich genau hinhören, was ihre Kunden sich wünschen. Es ist genau das, was ich gesucht habe, tut vielleicht in der PRO-Version ein bisschen im Geldbeutel weh, ist aber unter’m Strich jeden Cent wert. Ich kann jedem Autor und jeder Autorin empfehlen, Blog2Social zumindest auszuprobieren. WordPress und Social Media gehen bei mir jetzt Hand in Hand – ich möchte es nicht mehr missen.

Ich bewerte Blog2Social vorerst mit vier von fünf Münzen, bin mir aber sicher, dass die in 2018 zu erwartenden Updates eine Höchstwertung gerechtfertigen werden.

 

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