Wie du ein effektives Branding kreierst

Branding, das ist ja schön und gut. Aber wie kann man ein effektives Branding etablieren und dabei glaubwürdig, authentisch und bodenständig bleiben? Mit den folgenden Tipps kannst du deinen Weg zu deinem effektiven Branding finden.

Vorüberlegungen auf dem Weg zu deinem Branding

Bevor eine jede Person des öffentlichen Lebens zu seinem oder ihrem Branding gelangt ist, gab es sicherlich Vorüberlegungen. Es gibt sicherlich einige Naturtalente da draußen, aber wohlüberlegtes, effektives Branding ist da eher die Regel.

Überlege dir im Vorfeld einige Antworten auf die folgenden Fragen und du wirst in wenigen Schritten ein effektives Branding zumindest in seinen Grundzügen erahnen können.

 

Zunächst werde dir darüber bewusst, wer du bist.

Welche drei Wörter beschreiben dich am besten?

Mit welchen drei Wörtern kannst du dich überhaupt nicht identifizieren?

Was ist dein Produkt?

Was ist die Message, die du an Kunden, Leser, Geschäftspartner o.ä. weitergeben möchtest?

 

Hast du Antworten auf diese Fragen, ist es an der Zeit, Vorüberlegungen über dein Umfeld anzustellen.

Wer sind deine Geschäftsfreunde?

Wer tut Ähnliches, ist dabei auf Augenhöhe?

Wen könntest du als Vorbild in Betracht ziehen?

 

Nun denke doch darüber nach, wie die Perspektive von außen auf dich sein kann. Dabei können dir die folgenden Fragen helfen, beantworte sie realistisch gemessen an der Tatsache, nicht danach, wie du dir wünschen würdest, wie es sein könnte.

Worum wirst du am meisten gebeten?

Was wünschen sich andere von dir?

Was denken andere über dich?

Und was denken andere über dein Produkt bzw. deine Message?

 

Was unterscheidet dich von anderen Wettbewerbern?

 

Ein weiterer Meilenstein für ein effektives Branding ist die Ergründung deiner Ziele und deiner Motivation. Beantworte dir folgende Fragen:

Wofür arbeitest du?

Was willst du erreichen?

Was lässt dich jeden Morgen aufstehen?

Woher nimmst du Motivation, wenn du fast nicht mehr weiterkannst?

Wer ist dein Wunschkunde?

 

Stärken-Schwächen-Analyse

Zum Abschluss dieser Vorüberlegungen für ein effektives Branding solltest du dir äußerst gründlich über deine Stärken und Schwächen bewusst werden.

Also: Was sind deine Stärken? Was sind deine Schwächen?

Nimm‘ dir jede Menge Zeit zum Beantworten dieser Fragen. Grase dabei alle Bereiche ab, die dein Leben ausmachen: Dein Social Media Auftritt, die Arbeit in Abhängigkeit (falls aktuell oder in der Vergangenheit vorhanden), die selbstständige Arbeit und dein privates Umfeld bei Familie, Freizeit, Sport und der Liebe. Vielleicht findest du Ungereimtheiten, die sich widersprechen und woran du merkst, dass du zwei Persönlichkeiten mit dir herumschleppst. Frage dich dann, warum du das tust und ob es ein Schutzmechanismus ist, der das Private vom Öffentlichen trennt, oder ob du mit dieser Ungereimtheit gar nicht übereinstimmen möchtest.

 

Wie man ein effektives Branding umsetzt

Die umfangreichen Vorüberlegungen haben dir hoffentlich geholfen, herauszufinden, wer du bist, wo du dich befindest und was du willst. Du solltest nun eine neutrale Außen-Ansicht und eine motivierte, entflammte Innen-Ansicht besitzen und damit arbeiten können. Natürlich ist dein Ziel, Wunschtraum und Realität zu vereinen, also ganz konkret: Ziele definieren!

Formuliere dein Ziel-Profil und identifiziere die Kernthemen, die dich und deinen Online-Auftritt ausmachen. In Kombination mit deinen Stärken solltest du hier Werte definieren, die dich ausmachen. Diese Werte helfen für ein effektives Branding, indem sie alles, was du tust, begründen. Das ist der einfachste Weg zur Authentizität!

Kennst du dein Ziel, brauchst du lediglich noch eine konkrete Umsetzung. Frage dich, wie du mit Lesern, Kunden und Geschäftspartnern kommunizieren willst. Abhängig davon, was dir liegt und abhängig davon, was deine Zielgruppe möchte, kannst du dich zwischen allen Medien entscheiden.

Du kannst

  • Texte verfassen
  • Videos drehen
  • Bilder schießen
  • Zeichnungen anfertigen
  • illustrieren
  • Podcasts aufnehmen

und sicherlich noch viel mehr, woran ich beim Schreiben dieses Artikels gar nicht gedacht habe.

Definiere dein Image und ziehe es konsequent durch, ohne aber Menschen auf die Nerven zu gehen. Das ist die Kunst für ein effektives Branding!

 

Willst du etwas anderes als deine Zielgruppe?

Eigentlich müsste hier der erhobene Zeigefinger kommen: Produziere nicht für dich, sondern für deinen Kunden! Orientiere dich bei der Wahl des Mediums ausschließlich an der Zielgruppe!
Aber an dieser Stelle muss ich aus Erfahrung berichten: Wenn du deine Zielgruppe und deine eigenen Bedürfnisse in Einklang bringst, wirst du authentischer und länger am Ball bleiben – d.h., dein Branding wird effektiver!
Es bringt niemandem etwas, wenn du Youtube-Videos produzierst, dich aber als Fotograf viel wohler fühlen würdest. Klaffen deine Bedürfnisse und die der Zielgruppe enorm weit auseinander, solltest du dich fragen, ob du den Spagat auf Dauer hinkriegen wirst und ob diese Zielgruppe die richtige für dich ist. Kannst du dich damit arrangieren, so schließt du im Idealfall Kompromisse.

Höre nie auf, dich weiterzuentwickeln!

Was wäre ein authentisches und effektives Branding, wenn du ein statisches Konstrukt nach außen wärst? Schließe dich Netzwerken an und höre nie auf, neue Menschen zu treffen.

Auch, wenn die neuen Kontakte, die du schließt, nicht branchenrelevant sind, können sie nützlich sein. Jeder menschliche Austausch ist nützlich, hilfreich und weiterbringend, wenn du ihn richtig interpretierst.

Ein Unternehmer aus einer ganz anderen Richtung hat womöglich völlig andere Herangehensweisen an das Thema Branding. Ein Angestellter achtet viel mehr darauf, was er im Internet nicht preisgeben darf.

Vielleicht kannst du dir bei dem ein oder anderen Kontakt Inspiration holen und dir bei Gesprächen eine weitere Außen-Ansicht präsentieren lassen.

Abgesehen vom Netzwerken solltest du dich aber auch medial immer weiterbilden. Erstelle einen Lesezeichen-Ordner, füttere deinen Feed oder folge einigen Social Media Accounts, um bei thematisch relevanten Blogs immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Lies aktiv mit und teile alles, was dich interessiert oder fasziniert, mit deinen Followern. Du wirst schnell ein Gefühl dafür kriegen, was bei deiner Zielgruppe gut ankommt und was nicht.

Aus dem Branding-Alltag der Autorin:
Als Schriftstellerin, Werbetexterin und Solopreneur habe ich zahlreiche Buch- und Autorenblogs sowie Blogs über Unternehmensgründungen, Selbstständigkeit und ähnlichen Themen abonniert.
Als Komponistin treibe ich mich in Fachforen für Musiker herum.
Aber das ist nicht alles. Da mein Debütroman mit psychischen Erkrankungen zu tun hat und meine ersten beiden Sachbücher aus dem Gesundheitsbereich kommen, habe ich auch entsprechende Fachblogs abonniert. Nicht nur, um recherchemäßig up to date zu bleiben, sondern auch, weil die Leser meiner Bücher inhaltlich erweitertes Wissen interessiert.

Die konkrete Umsetzung des Brandings

Baue dir einen eigenen Blog! Das ist für viele Autorinnen und Autoren der erste Schritt, das Thema Branding zu erforschen. Du wirst mit jedem Blogbeitrag in den Analytics herausfinden, was gut läuft und was nicht.

Aber auch deine Social Media Accounts zeigen durch die verschieden hoch ausfallenden Interaktionsquoten, was gut ankommt und was nicht.

Wenn etwas nicht gut ankommt oder schier ignoriert wird, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du lässt es, denn es interessiert die Zielgruppe nicht.
  2. Du baust es gezielt aus, denn es sollte die Zielgruppe interessieren.

Auf deinem Blog solltest du je nach Fachbereich qualitativ hochwertige Blogartikel veröffentlichen. Qualität ist hier wichtiger als Quantität, aber einmal in der Woche solltest du neuen Content haben. Das lehren dir die Grundregeln des Content Marketings.

Dabei ist es ausdrücklich erwünscht, dass du Artikel anderer Blogs aufgreifst und auf sie verlinkst, wenn du Zitate oder Fakten aus ihnen übernimmst und mit deinen eigenen Gedanken und Ideen versiehst.

Selbstverständlich ist es für Autorinnen und Autoren effektiv, ein Buch zu schreiben. Ob als kostenloses E-Book, das man auf deinem Blog ganz exklusiv erhalten kann, oder als Publikation mit ISBN, die man beispielsweise bei amazon kaufen kann, das ist ganz dir überlassen. Vergiss‘ nicht, von der Erscheinung zu erzählen 😉

Sehr hilfreich kann es auch sein, wenn du Umfragen, Studien oder ähnliches erstellst. So erfährst du nicht nur mehr über deine Zielgruppe, nein! Deine Zielgruppe erfährt dadurch auch, dass du dich für die gefragten Themen interessierst und das kann sich äußerst positiv auf das Branding auswirken. Jede Woche, die vergeht, ohne dass du eine Umfrage gestartet hast, ist mit einer bitteren verpassten Chance gleichzusetzen.

Eine Sache bleibt noch zu sagen: In Kombination mit einem Branding geht in der Regel ein aktuelles und sympathisches Foto einher. Wenn du nur Gesichtsausschnitte wie ein einziges Auge fotografierst, ein Foto eines Haustiers oder eine brandingferne Zeichnung verwendest, minderst du deine Chancen auf ein effektives Branding enorm. Zeige dich! Wie sollen Menschen zu dir Vertrauen aufbauen, wenn du ihnen nicht einmal so sehr vertraust, dass du ihnen dein Gesicht in der Öffentlichkeit zeigst?

Natürlich birgt diese Regelung Ausnahmen für Unternehmen (die ihr Logo präsentieren) oder Künstler (die sich in ihrer Form der Kunst selbst verewigt haben), aber Show, don’t tell konzentriert sich an dieser Stelle auf Marketing für Autoren. Probiere es aus!

Fazit

Balanciere dein Branding zwischen deinen eigenen Bedürfnisse und den Bedürfnissen deiner Zielgruppe aus! Effektiv bist du nur, wenn du stets am Ball bleibst und dich sozial sowie auch thematisch stets weiterbildest. Zeige dein Gesicht, starte einen Blog und sei in Fachforen, Netzwerken und auf anderen Blogs ein aktiver Leser!

Wie sieht es bei dir aus? Ist dein Branding effektiv? Ich hoffe, dir haben diese Tipps geholfen und du hast nicht nur dich selbst, sondern auch das Bild, das man von dir von außen hat, kennenlernen können. Hinterlasse uns gerne Fragen, Lob, Kritik oder Anregungen in den Kommentaren!

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