Warum Buchblogger das beste Marketing betreiben

In diesem Artikel möchte ich mal auf Buchblogger eingehen. Und um das so richtig konkret zu gestalten, setze ich zwei Aussagen in den Raum, die ich danach erläutern möchte.

Erstens: Buchblogger sind Influencer deiner Zielgruppe.

Zweitens: Buchblogger bieten dir das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Schauen wir uns einen durchschnittlichen Buchblogger mal an.

 

Buchblogger sind leidenschaftlich und authentisch

Die Blogs sind nicht wirklich professionell, aber mit viel Liebe und einer Menge Zeitinvestment gestaltet. Es ging in den sozialen Medien und auf Buchmessen immer wieder die Diskussion rum, dass Buchblogger sich für ihre Leistung bezahlen lassen sollten. Doch der Tenor der Buchblogger besagt, dass sie sich nicht bezahlen lassen wollen. Die Gründe dafür sind häufig die Folgenden:

  • Man bekommt doch kostenlose Rezensionsexemplare
  • Ich will Autoren fördern
  • Ich liebe Bücher und lebe mit diesem Blog meine größte Leidenschaft aus
  • Das Ganze hier ist eher ein Hobby
  • Noch habe ich nicht genug Reichweite, dass man Geld verdienen könnte

 

Diese Mentalität kann man auf zwei unterschiedliche Weisen sehen. Einerseits könnte man diese Einstellung als wirtschaftlich ineffizient beschreiben und kritisch damit umgehen. Andererseits können wir genau diese Einstellung auch auf einen Podest stellen und verehren.

Denn durch diese Einstellung haben Buchblogger einen ungeheuren Einfluss auf ihre Leserinnen und Leser. Sie verdienen nichts oder nur sehr wenig an ihrem Blog. Das zeigt jedem auch noch so kritischen Leser, dass die Buchblogger sich und ihre Meinung nicht kaufen lassen.

Niemand ist so authentisch und überzeugend wie ein Buchblogger.

Natürlich kann man für 30 Euro über eine Facebook-PPC-Werbung einige Menschen erreichen und ihnen das Buchcover ins Gesicht halten. Man wird für das Geld auch den ein oder anderen Verkauf (wenn auch nur wenige) erreichen können, wenn man es geschickt anstellt.

Aber stell dir vor, mit 30 Euro könntest du dein Image verbessern, neue Follower kriegen, ein paar Bücher verkaufen, eine Rezension und auch noch einen freundschaftlichen Branchenkontakt kriegen!

Was würdest du wählen?

Als angehender Networking- und Marketingexperte würdest du doch hoffentlich das ausgefüllte Gesamtpaket wählen, anstelle zum gleichen Preis ein paar Klicks auf deine Anzeige zu erhalten.

 

Wie sollte man in Buchblogger investieren?

Natürlich kann man einem Buchblogger ein Rezensionsexemplar schicken und eine E-Mail mit „Hallo Blogger“ beginnen. Aber für das, was Buchblogger leisten, kann man auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen.

Investiert Zeit, um eine persönliche E-Mail zu schreiben, wenn der Buchblogger euer Buch rezensieren soll.

Davor solltet ihr gründlich den Blog recherchieren. Ich persönlich schaue mir sämtliche Bücher auf dem Blog an, bis ich mehrere Titel finde, die etwas mit meinem Buch gemeinsam haben.

In meiner Mail an einen Buchblogger kopiere ich dann keinen Klappentext hinein, sondern begründe anhand der vom Blogger bereits gelesenen Bücher, warum ich glaube, dass das Buch zu ihm oder ihr passen könnte. Ich gehe dabei auf die Person selbst ein und versuche, einen persönlichen und freundlichen Kontakt herzustellen.

Natürlich erhält man dabei einige Absagen, aber auch einige Zusagen.

Einem Buchblogger sollte man meiner Meinung nach nicht nur das E-Book zuschicken. Buchblogger wollen in gewisser Weise umgarnt werden und freuen sich über Bücher, die man anfassen kann. Dann können eine persönliche Signatur, ein paar Goodies und eine liebevolle Verpackung dafür sorgen, dass die Buchbloggerin bei der Ankunft deines Buches einen Social Media Beitrag darüber verfasst, weil du besonders liebevoll und kreativ warst.

Kreativität ist ein gutes Stichwort: Lass dir etwas einfallen, um herauszustechen. Ob mit handgeschriebenen Postkarten, einem liebevollen Tee, ein paar Süßigkeiten oder anderen Zusätzen: Es gibt immer einen Weg, dem Buchblogger neben dem eigentlichen Deal eine Freude zu machen.

Und genau das ist so unendlich wichtig:

Buchblogger sind keine Marketing-Maschinen, sondern Menschen mit einem leidenschaftlichen Hobby.

Nehmt euch Zeit für sie und behandelt sie respektvoll und freundschaftlich.

 

So kann der Idealfall eintreffen: Ihr erhaltet eine ausführliche Rezension (Ich habe leider schon Buchblogger erwischt, die nur vier oder fünf Zeilen geschrieben haben) und habt einen neuen Branchenkontakt, wenn nicht sogar eine neue Freundschaft. So war es bei Lisa von „Lisas Bücherleben“ und mir so und ich bin unendlich froh, sie inzwischen als gute Freundin zu haben 🙂

Und genau so soll die Sache mit den Buchbloggern funktionieren. Mit Liebe.

3 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Informiert bleiben!

Abonniere unseren Newsletter und werde jederzeit über neue Inhalte informiert!