Twitter verstehen für Anfänger

92 % der Selbstständigen nutzen Social Media Marketing. Und das solltest du auch tun!

Für viele Autorinnen und Autoren ist Twitter ein Teil des Lebens. Sie können sich ein Leben ohne Twitter nicht mehr vorstellen und die Accounts aus der Timeline sind längst zu Begleitern des täglichen Lebens geworden. Aus Networking-Bekannten werden Freundschaften, aus Tweets Botschaften, die ans Herz gehen (können).

Wenn du ein Twitter-Neuling bist, erscheint das alles erst einmal ziemlich verwirrend. Mit diesem Artikel möchte ich dir Twitter erklären, sodass du von Anfang an Fehler vermeidest und in der Autoren-Twitter-Blase gut angenommen wirst.

 

Wie funktioniert Twitter?

Twitter ist eine Micro-Blogging-Plattform. Du hast einen Account mit einem Profil. Fülle diene Biografie aus, füge einen Link zu deiner Website oder deinem Blog hinzu, wähle ein schönes Profilfoto*, auf dem du zu sehen bist und stelle ein Titelbild ein.

*Für das Profilfoto gilt: Ja, du musst zu sehen sein. Zeige dich als echten Menschen. Fotos von Haustieren, Blumen oder Memes kommen nicht gut an. Du darfst dich allerdings von hinten, von der Seite oder mit dem Gesicht hinter einem Buch versteckt zeigen, wenn du noch nicht soweit bist, dich mit professionellen Autorenfotos im Internet zu zeigen. Die oberste Priorität auf Twitter hat deine Authentizität. Sei nett. Sei echt. Sei glaubwürdig.

In deiner Timeline siehst du, was die Accounts, denen du folgst, tweeten.

Unter „Notifications“ siehst du, welche Benachrichtungen du erhältst, wenn jemand beispielsweise auf deine Tweets antwortet, sie mit einem Herzchen versieht oder sie retweetet.

Retweeten bedeutet, dass jemand sein eigenes Profil mit fremden (deinen) Federn schmückt. Es sagt aus: „Hey, schaut euch mal diesen Tweet an. Dem stimme ich zu / ich möchte, dass ihn mehr Leute sehen.“ Hast du beispielsweise 60 Follower, wird dein Tweet diesen 60 Menschen in der Timeline angezeigt. Retweetet jemand mit 1.000 Followern deinen Tweet, so sehen ihn gleich 1.000 Menschen mehr. So kannst du zu mehr Followern kommen und deine Nachricht wird den anderen erneut in die Timeline gespült.

Dann gibt es da noch die Hashtags. Durch einen Hashtag wird gesammelt, was ähnlich ist. In den Twitter-Trends sind regelmäßig Hashtags wie #montagslaecheln oder #Schreibnacht in den Top 10 der meist genannten Hashtags. Klickst du auf diese drauf, siehst du die neuesten und beliebsten Tweets zum jeweiligen Hashtag. Versiehst du deinen Tweet mit einem Hashtag, so können fremde Accounts, die dir noch nicht folgen, auf deinen Account stoßen und ihn für gut befinden. Dann folgen sie dir im Idealfall.

 

Wie findet man Autoren auf Twitter?

Twitter ist für Autoren deutlich mehr als nur die Plattform zum Prokrastinieren und Liebe verteilen. Twitter bringt marketingtechnisch eine ganze Menge. Wusstest du, dass 65 % aller Unternehmen Twitter für ihr Social Media Marketing nutzen? 70 % hingegen sind bei Facebook vertreten. Das führt mich zu der hier nun allgemein gehaltenen Annahme: Wer Facebook hat, muss auch Twitter haben 😉

 

Autoren findest du bei Twitter, indem du nach den gängigen Hashtags suchst, die Autoren verwenden.

Häufig genutzte Hashtags der Twitter-Autoren:

  • #Autorenleben
  • #Schreiben
  • #Autoren
  • #AutorenamLimit
  • #Schreibtipp
  • #Bücherliebe
  • #Bücher
  • #Schreibwahnsinn
  • #Schreibnacht
  • #amwriting
  • #amediting

Hast du jemanden gefunden, der für dich ansprechend twittert, folge ihm oder ihr. Die Autorin oder der Autor hat selbst Menschen in seiner oder ihrer Timeline, die Autoren sind und sich mit diesem Account unterhalten. Willst du ohne großen Aufwand neue Leute finden, denen du folgen möchtest, durchsuche diejenigen, denen der Account folgt.

Der Gedanke dahinter ist recht einfach: Die Accounts, die die Person, die du gut findest, gut findet, könntest du auch gut finden.

Wenn du mit Tweets von Autoren interagierst, die dir gefallen, wirst du ebenfalls Reaktionen bekommen und neue Accounts kennenlernen. Stürze dich hinein und mach auf dich aufmerksam, indem du deine Aufmerksamkeit zunächst den anderen widmest.

 

 

Die No-Gos auf Twitter

Es gibt einige Dinge, die du auf Twitter nicht machen solltest.

Dazu zählt unter anderem Cross-Content. Schalte das automatische Teilen von Facebook- oder Instagram-Beiträgen auf deiner Twitter-Seite aus. Zeige den Twitter-Followern, dass du für sie auf Twitter bist und nicht nur, um deinen Content von anderen Social Media Plattformen wiederzukäuen.

Darüber hinaus geht es bei Twitter um Social Media. Nicht um Ego Media. Sei nicht zu geizig mit dem Retweeten und interagieren und nutze deinen Account bloß nicht, um wie ein Marktschreier ausschließlich deine Botschaften in die Welt zu schreien. Darauf wird nach einer kurzen Zeit niemand mehr aufmerksam.

Verwende außerdem nicht zu viele Hashtags. Du könntest für maximale Reichweite jedes einzelne Wort eines Tweets als Hashtag markieren, aber das kommt nicht gut an und ist unlesbar. Bleib roundabout bei drei Hashtags pro Tweet. Maximal.

Ein weiteres No-Go für Twitter sind Massenmentions im Übermaß und Retweet-Spam. Du sollst nicht jeden Tweet sofort retweeten, der dir gefällt. Hast du bei einer Twitter-Session innerhalb von 15 Minuten gleich zehn Tweets gefunden, die du so unterschreiben würdest, sind die Follower dennoch genervt von zehn Retweets in einer Viertelstunde.

 

Wie bekommt man mehr Follower auf Twitter?

Lass dir zunächst gesagt sein: Die Followerzahl deines Twitter-Accounts ist längst nicht so wichtig wie die Interaktionen! Es ist deutlich wertvoller, 300 Follower zu haben, von denen die Hälfte aktiv mit deinen Tweets interagiert, als 1000 Follower zu haben, von denen sich maximal ein Achtel bequemt, deine Tweets zu lesen, liken und darauf zu reagieren.

Die Interaktionsquote ist bei Twitter mit 0,25 % verhältnismäßig gering. Bei Facebook und Instagram interagieren Freunde und Fans durchschnittlich häufiger. Hast du mit 1.000 Followern pro Tweet 2 – 3 Likes, Antworten oder Retweets, liegst du gut im Schnitt. Bei Instagram wären es bei gleicher Followerzahl ein Minimum von 5 Interaktionen.

Um mehr (aktive und gute) Follower zu bekommen, musst du lediglich das tun, was du von deinen zukünftigen Followern erwartest. Retweete interessante Beiträge, lies sie mit Kopf und Herz und reagiere authentisch und angemessen darauf.

Kommentiere Blogartikel, sprich Folge-Empfehlungen (beispielsweise am Followers-Friday mit dem Hashtag #ff) aus und frage nach, wenn dich etwas interessiert, was jemand anderes getwittert hat. Du darfst dich auf Twitter jederzeit in Gespräche einmischen; darüber ist dir niemand böse. Im Gegenteil: Du willst doch selbst auch, dass verschiedene Menschen auf dich und deine Tweets reagieren und sich über die von dir vorgeschlagenen Themen unterhalten.

 

Ein hevorragendes Video zum Thema Twitter für Anfänger hat Annika Bühnemann erstellt. Sie erklärt neben den Basics auch eine wichtige Regel bei Mentions. Also lass es dir bloß nicht entgehen!

One Comment

  • Hallo Kia,

    vielen Dank für deinen informativen Artikel! Hat mir sehr gefallen und war zudem sehr aufschlussreich! 🙂 Da ich gerade auch über dem Marketing für meine Bücher bin, sehr passend! 😉

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