Rezension: The Big Five for Life

Im Flugzeug fängt alles an. Die Big Five for Life stehen auf der Visitenkarte einer Dame, die der Protagonist Joe kennenlernt und führen ihn schließlich zu Thomas Derale, dessen Nachname ein Anagramm zum englischen Wort „Leader“ ist. Es geht um guten Führungsstil und ein (vom Autor nicht als utopisch bezeichnetes) Arbeitsumfeld. Joe wird mit in ein Unternehmen geführt, das einfach nur traumhaft ist.

Buchinformationen


Titel: The Big Five for Life
Originaltitel: The Big Five For Life
Erscheinungsjahr: 2007
Autor: John Strelecky
Verlag: dtv, München
Preis: 9,90 €
Seiten: 240

Klappentext:

Wie wäre es, wenn Sie jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gehen könnten? Wenn Ihr Job Sie voll und ganz erfüllen, ja Sie richtig glücklich machen würde? Eine utopische Vorstellung? Keineswegs! Wie sich unsere persönlichen Lebensziele, ›The Big Five for Life‹, mit unserer Arbeit in Einklang bringen lassen, zeigt John Strelecky anhand der Geschichte der wunderbaren Freundschaft zwischen dem frustrierten Angestellten Joe und dem charismatischen Unternehmer Thomas, der die Geheimnisse seines Erfolgs verrät.

Gesamtmeinung

Insgesamt ergeben die vielen Botschaften von The Big Five fo Life* Sinn. Ja.

Man kann eine Menge lernen, aber ich als Leserin, die auch Die Safari des Lebens* von John Strelecky gelesen habe, bin im Nachhinein eher enttäuscht von der Art und Weise, wie der Autor hier mit dem Leser spielt. Es handelt sich um einen Bestseller und wird von der breiten Masse gekauft. Das Buch in diesem Zusammenhang nicht als Utopie zu bezeichnen, halte ich nicht für angemessen.

Wie einfach alles funktioniert und wie wirtschaftlich unbedenklich all diese Freiheiten, die Arbeitnehmer im fiktiven Unternehmen von Thomas Derale haben, und die „Ruhmeshalle“ am Ende des Buches, in dem es um das Museum des Lebens geht, sind überspitzt dargestellt und lassen sich meiner Meinung nach nur im Kopf des Lesers willkommen heißen, wenn man das Ganze als eine Art Metapher sieht.

Stärken und Schwächen

Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei The Big Five for Life um einen klassischen Strelecky handelt: Über den teilweise holprigen Schreibstil und die überzogen gezeichneten Utopien der Arbeitswelt lässt sich prima hinwegsehen, wenn man versteht, was das Buch einem geben kann. Und das darf nicht vernachlässigt werden: Wir, die Menschen, die dieses Buch lesen und geistig auf der Höhe Streleckys ankommen, sollen uns fünf große Ziele im Leben suchen.

An diesen fünf großen Zielen sollen wir unser Tun ausrichen. Alles daran setzen, sie zu erreichen. Unser Leben schon jetzt als Museum zum zukünftigen Todeszeitpunkt sehen, in dem Erinnerungen und Begegnungen entsprechend ausgestellt werden. Es ist ein Appell an die Lebens- und Arbeitsqualität. Leute, nutzt eure Zeit. Gebt euch mit Menschen ab, deren Big Five ihr bereichern könnt, während sie eure Big Five bereichern. Dafür haben Buch und Autor mindestens eine tiefe Verbeugung und ein „Danke“ verdient.

Den Plot des Buches halte ich für eine Schwäche. John Strelecky hätte das Buch besser geschrieben, hätte er sich im Vorfeld nicht an klassische Muster und Plotstrukturen halten müssen. Ähnlich wie beim Café am Rande der Welt schwächelt das Buch an den Stellen, an denen es viel lieber Sachbuch gewesen wäre. Aber Strelecky schreibt belletristisch, und damit tut er meiner Meinung nach etwas vorher noch nie Dagewesenes: Er inspiriert, leitet und lenkt den Leser in seinem eigenen Denken, während man unterhaltende Literatur vor der Nase hat. Das ist eine ganz klare Stärke, und damit muss ich mich als Buchrezensentin ein bisschen von der Zielgruppe distanzieren. The Big Five for Life sind eher für Menschen gemacht, die mit Sachbüchern wenig anfangen können und dennoch die wertvollen Inhalte mitnehmen möchten. Ich lese gerne Sachbücher; ich versuche momentan, meine belletristischen Leseeindrücke zu vermehrfachen und etwas weniger Sachbücher zu lesen. Daher kann es sein, dass für dich ganz persönlich die Schwächen, die ich hier genannt habe, gar keine Schwächen sind.

 

Bringt dich The Big Five for Life weiter?

Dieses Buch kann dich weiterbringen, wenn du dein Leben bisher eher gestaltest wie jemand, der mit oder gegen eine allgemeine Laufrichtung rennt, durch das Leben hastet und eigentlich gar nicht weiß, wo es langgeht. Für dich als Solopreneur, Autor und / oder Selbstständiger kann die Lektüre dieses Buches definitiv vorteilhaft sein, wenn du mehr über die fünf großen Ziele im Leben und ein utopisch-perfektes Unternehmen erfahren möchtest. Willst du später einmal selbst Angestellte haben, ist das Buch für dich als zukünftige Führungskraft definitiv eines der richtigen – aber nicht das Non-plus-Ultra, das dir völlig neue Wege erschließt.

Bewertung von The Big Five for Life

3 von 5 Münzen

Eine eingeschränkte Kaufempfehlung für jeden, der über die kleinen Macken hinwegsehen kann!

Überzeuge dich selbst und kaufe dir „The Big Five for Life“ von John Strelecky selbst!*

 

 

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