Instagram Marketing für Profis

Wenn du die ersten beiden Artikel über Instagram Marketing für Anfänger und Fortgeschrittene durchgelesen hast, dann solltest du jetzt bereit dafür sein deinem Account den letzten Schliff zu geben. Dafür gehen wir darauf ein, wie du dein Commitment und deinen Content auf das nächste Level heben kannst.

Commitment ist King

In diesem Artikel werden wir uns nochmal die einzelnen Arten der Interaktionen und des Contents anschauen, doch diesmal von einem qualitativen Standpunkt heraus.

 

Likesessions

Im letzten Artikel haben wir darüber gesprochen, dass man sich ein relevantes Hashtag heraussuchen kann und dort die Bilder aus der Liste liket und kommentiert. Diese Art des Commitment ist praktisch, wenn man gerade 5 Minuten auf den Bus wartet und noch ins WLAN vom Starbucks nebenan eingeloggt ist. Heute gehen wir die Sache aber qualitativ an. Anstatt eine Liste an einzelnen Bildern verschiedener Accounts durchzuliken, gehen wir jetzt direkt in die individuellen Acccounts rein und liken dort mehrfach die Bilder durch.

Ein Like geht in der Masse schnell unter, aber ein „Like-Bombardement“ entgeht nur den wenigsten (na gut, auch hier gilt: nicht übertreiben!).

Likes haben zudem den Vorteil, dass sie nicht als Spam wahrgenommen werden. Wir wollen doch alle mehr Likes, nicht wahr? Das hat auch den Vorteil, dass die meisten dieses Like-Bombardement erwidern. So kriegst du was du gibst.

Wo findest du jetzt am besten relevante User? Schau doch mal in die Liste von Autoren oder Buchbloggern, die im selben Genre aktiv sind. Du kannst deren Followerliste einsehen und hast damit eine Vielzahl an potenziellen neuen Followern für dich.

 

Kommentieren

Im letzten Artikel haben wir gesagt, dass ein Kommentar erstmal besser ist als gar keiner. Wie dem auch sei, auch hier solltest du die Qualität der Kommentare erhöhen. Jeder Kommentar, den du abgibst, sollte stets exakt auf das Foto und im besten Fall nur auf das Foto passen.

Wenn du Kommentare abgibst wie: “Cooles Bild. Ich mag deinen Account”, dann erzeugst du den Eindruck ein Spambot zu sein (auch wenn du das ernst meinst, was du schreibst).

Schreibe stattdessen: “Hey Vanessa, so einen lila Sonnenuntergang hatten wir damals auch in Madrid. Warst du schonmal in Spanien?”

Hier merkt der User, dass du Interesse hast und diesen Kommentar (wahrscheinlich) nicht einfach nur mit Copy & Paste eingefügt hast. Durch die Erwähnung des Namens gibst du dem Kommentar zudem einen persönlichen Touch und die Vanessa wird mit hoher Wahrscheinlichkeit antworten auf die Frage, die du gestellt hast.

Übrigens: Antworte zeitnah auf alle Kommentare, die dein eigenes Bild erhält. Sobald du ein Foto gepostet hast tickt die Uhr. Die Interaktionen, die du in der ersten Stunde nach dem Posten erntest entscheiden über Sieg und Niederlage auf Instagram.

Ich empfehle daher Posts so abzusetzen, dass du innerhalb der ersten Stunde für deine Follower (und alle die es werden wollen) da bist.

Auch hier gilt das Prinzip: Halte die Konversationen am Laufen. Anstatt dich nur für den Kommentar zu bedanken, solltest du eine Frage die stellen, die einen weiteren Kommentar provoziert.

Ein Kommentar sollte auch aus mehr als vier Wörtern bestehen, sonst gilt dieser als Spam.

Die vielen Kommentare erhöhen dann aus Sicht von Instagram den Wert deines Bildes und dieses wird infolgedessen mehreren Leuten gezeigt.

 

Direktnachrichten

Direkte Nachrichten an einen Nutzer haben den riesen Vorteil, dass sie sofort gesehen werden. Während Likes und Kommentare durchaus in der Masse untergehen können, entgeht den wenigsten, dass ihnen geschrieben wurde.

Im Grunde gilt hier das gleiche Prinzip wie beim Kommentieren: Deine Nachricht muss auf die Person und nur zu der Person passen, der du schreibst.

Copy & Paste wird recht fix erkannt und zeugt von schlechten Stil. Auch hier solltest du mit einem persönlichen Touch und interessierten Fragen punkten.

Übrigens: Wie auch bei den Kommentaren, die du erhältst, solltest du genauso zeitnah auf deine Direktnachrichten antworten. Wenn jemand dir schreibt, hat er Zeit und Mühe investiert und will dann nicht ignoriert werden.

Wenn du zu beschäftigt bist reicht auch ein Herzchen und ein Smiley als Antwort, wenn keine konkrete Frage gestellt wurde.

Ansonsten gilt auch hier: halte die Konversation am Laufen, wie oben beschrieben.

Diese Personen werden nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit zu deinen treuesten Followern. Und genau das wollen wir doch, nicht wahr?

 

Follows

Auf Instagram herrscht eine furchtbare Unart: Viele Accounts folgen dir nur, um dir danach wieder zu entfolgen. Doch warum passiert das? Diese Accounts folgen der Follow-Unfollow-Strategie. Der Gedanke ist wie folgt: Folge ich jemanden, wird er mir aus Dankbarkeit zumeist auch folgen.

Dadurch erhöht man seine Followerzahl recht fix. Und dann, wenn etwas Zeit verstrichen ist, entfolgt man demjenigen wieder und das Spiel beginnt bei weiteren Accounts von neuem.

Wie nimmst du diese Leute wahr, die diese Strategie fahren? Genau, als unsymphatisch und arschig. Und willst du als Autor, der mit seinem Namen für das Profil steht, auch so wahrgenommen werden?

 Nein, willst du nicht.

Es ist schon mühsam seine Reputation von Null aufzubauen im Social Media, da muss man nicht plötzlich ein schlechtes Bild abgeben, nur um sich neue Follower zu erschleichen.

Wie kannst du aber dann Follows für dich einsetzen? Ganz einfach, folge nur den Accounts, die dich wirklich interessieren. Diese Follows bilden dann täglich deinen Feed, den du auch stets durchliken und pflegen solltest.

Warum das Ganze? Wenn du ihnen folgst, dann weil du ihren Content magst. Warum solltest du das nicht belohnen? Zudem sehen deine Auserwählten dich dann täglich und bauen bewusst oder unbewusst eine Beziehung zu dir auf.

Damit beantworten wir auch die Frage, wie vielen Accounts du folgen solltest: Folge nur so vielen Leuten, wie du am Tag wirklich durchsehen kannst. Wächst dir dein Feed über den Kopf, wird es höchste Zeit auszumisten.

Hier noch ein absoluter Protipp, den ich selbst nicht befolge: Folgst du nur Leuten, die aus dem selben Gebiet oder Genre kommen (z.B. nur Thrillerautoren), wird Instagram dich mit ihnen assoziieren und anderen, die Thriller mögen, deinen Account vorstellen.

Sollte es dir also komplett egal sein, wem du folgst und keine Freunde auf der Plattform haben, denen du folgen „musst“, dann empfehle ich diese Strategie.

Übrigens: Du bist den Spambots und Instaschwindlern, die dir folgen nicht hilflos ausgesetzt. Denn du kannst Follower löschen, in dem du sie meldest und blockierst.

Dadurch nimmt deine Followerzahl zwar ab, aber dafür ziehen die Faker deine Interaktionsrate nicht mehr runter und beschneiden auch nicht mehr deine Reichweite. Gerade wenn deine Followerzahl noch überschaubar ist, solltest du direkt mit dem Unkrautzupfen beginnen.

Später wird es schwer die inaktiven Spammer in deiner Followerliste ausfindig zu machen.

 

Content ist King

In den letzten Artikeln haben wir schon viel darüber gesprochen, was und wie du posten kannst. Doch seitdem hat sich einiges auf Instagram getan. Also wird es Zeit auch hier die Feile anzusetzen.

 

Normale Postings

Wir haben schon darüber geredet, dass deine Fotos nicht perfekt sein müssen, um Gefallen zu finden. Wie auch immer. Ich empfehle dir dich mit Fotobearbeitung und Bildkomposition wenigstens rudimentär auseinander zu setzen.

Heutzutage gibt es unzähliges wertvolles Anwendungswissen, schon in Form von YouTube-Videos. Also nutze es!

Dafür brauchst du nicht einmal teure Programme, sondern es reichen schon Apps wie VSCO, die dir helfen mehr aus deinen Bildern herauszuholen.

Auch solltest du verstehen, dass deine Fotos optisch einer Linie folgen sollten, durch den immer gleichen Filter oder die gleiche Bearbeitungsmethode. Dadurch vermeidest du ein chaotisches Gesamtbild und einen schlechten ersten Eindruck von deinem Profil.

Ein wichtiger Punkt ist das Format deines Fotos. Horizontale Bilder wie Skylines nehmen im Vergleich zu vertikalen Fotos weniger Platz auf dem Display ein. Deswegen gehen wunderschöne Fotos vom Sonnenuntergang am Horizont schnell unter, während ein vertikales Portraitfoto fast die Hälfte mehr auf dem Bildschirm einnimmt.

Für dich bedeutet das: Versuche bei deiner Motivsuche vertikal zu denken (Treppenaufgänge, Ganzkörperfotos und Flusslinien etc.).

 

Hashtags in normalen Posts

Einige schwören auf sie, wieder andere finden sie mehr oder weniger nutzlos. Ich empfehle sie zu nutzen, schon um neuen Leuten die Chance zu geben dich im Dickicht von Instagram zu finden. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen hier kurze Anweisungen, wie du sie zu verwenden hast:

Du kannst 30 Hashtags in deinem Post unterbringen, aber du solltest das Limit nicht (!) ausreizen. Nimm maximal 28, um nicht als Spam angesehen zu werden. Ändere die Hashtags und versuche sie für jeden Post anzupassen.

Unpassende Hashtags werden dir nicht helfen, sondern Instagram eher mitteilen, dass du ein Spambot bist. Versuche dich auf deutschsprachige und einige wenige relevante internationale Hashtags zu konzentrieren.

Likes aus den USA sind very pleasing, aber helfen dir nicht, wenn du nur auf Deutsch schreibst. Nimm nur Hashtags die was mit deinem Bild und deinem Tun zu tun haben.

 

Storys

Storys sind der kreative kleine Bruder der normalen Postings. Hier kannst du dich ordentlich austoben und mal so richtig authentisch sein. Instagram belohnt die, die alle Funktionen der Plattform nutzen, also versuche hier auch jede einzelne Funktion innerhalb der Storys anzuschauen und zu überlegen, was du daraus machen kannst.

Umfragen kommen zum Beispiel stets gut an und viele machen gerne mit, weil es unkompliziert ist. Hier kannst du auch Entscheidungen fällen lassen, die nicht sooo wichtig sind.

Zum Beispiel: Soll die Heldin Highheels oder Moonboots tragen? Umso blöder die Umfrage, umso besser.

Auch gibt es neuerdings das “Fragen-Kästchen”, in das deine Follower direkt Fragen schreiben können. Gebe auch hier konkret vor, was genau sie dich fragen sollen. Zum Beispiel: “Fragt mich was ihr über mein Autorenleben wissen wollt.”

Damit sowas funktioniert, solltest du erstmal sämtliche Tipps befolgen, um treue Follower zu generieren, die bei sowas überhaupt mitmachen.

Auch solltest du versuchen, dort wo es angebracht ist, Hashtags und Orte zu verwenden, da diese über die Suchfunktion gefunden werden können. Das erhöht die Chance auf neue Follower.

 

Livestreams

Du solltest nicht davor zurückschrecken, mal einen Livestream einzulegen, wenn es angebracht ist und womöglich dafür auch mal etwas deines Datenvolumens für deine Follower zu opfern (das kommt gut an).

Die Vorteile sind wie folgt: Deine Follower sehen dich endlich mal ungeschminkt und können dir direkt und unmittelbar Fragen stellen oder einfach Kommentare ablassen. Außerdem wird Instagram all deine Follower darüber informieren, dass du gerade live bist. Das entgeht also niemandem so schnell.

Noch dazu können auch Leute außerhalb deiner Followerschaft einschalten, da Instagram auch mithilfe des Ortes Leuten in der Umgebung Vorschläge macht deinen Livestream zu sehen.

 

IGTV ist tot, lang lebe IGTV!

Kürzlich hat Instagram IGTV ins Leben gerufen, der als YouTube-Killer angepriesen wurde. Videos sollten jetzt nicht mehr horizontal (16:9) sein, sondern vertikal (9:16). Doch leider ist die Revolution mehr oder weniger gescheitert. Zumindest aus jetziger Sicht.

Trotzdem kann man sich sicher sein, dass Instagram an dieser Front nicht locker lassen will und dort bald nachrüstet.

Also warum nicht früh auf den Zug aufspringen und schonmal den eigenen IGTV-Kanal bestücken? Einen Vorteil hat das Ganze: du kannst das Video in der Story mit der “Swipe up” Funktion bestücken (klicke auf Link hinzufügen). Die Swipe up-Funktion bekommt man sonst nur, wenn man 10.000 Follower hat (für normale Links).

Also warum machst du nicht ein 10 Minuten Video, in dem du über alles Wissenswerte über dein Buch sprichst, quasi ein FAQ zu deinem Buch?

Denn jedes Mal, wenn du in deiner Story etwas über dein Buch postest, kannst du das Video ebenfalls immer wieder einbinden.

Das bedeutet: Das Video selbst wird kurzfristig nicht so sehr gesehen und geliket (typisch für Videos auf Social Media), aber es bleibt dir langfristig erhalten und steht dir zu Diensten. Probiere es doch aus!

 

Du

Jetzt kommen wir zur wichtigsten Content-Ressource: Du selbst! Sind wir doch mal ehrlich: die meisten Autoren sind  uninteressant, nicht unbedingt weil ihr Leben nichts hergibt, sondern weil sie inaktiv und träge sind.

Schreiben ist natürlich auch ein undankbares Hobby, da man still in seinem Kämmerlein hockt und die Stunden einsam an einem vorbeirasen.

Trotzdem solltest du versuchen ein aktives Leben zu leben. Nicht nur für Instagram, sondern auch für dich selbst, um mal aus deiner muffigen Kammer rauszukommen. Wenn eine Messe in der Nachbarstadt stattfindet und du da gar nicht mal so sehr Bock drauf hast, solltest du gerade deswegen hingehen.

Es wird dich nicht nur mit neuen Eindrücken belohnen, sondern liefert dir neuen Content. Wenn du die Sache richtig angehst kannst du mehrere Fotos, Videos und Storys produzieren, die du dann über die Woche verteilt posten kannst.

Und wenn sie WLAN haben, solltest du direkt einen Livestream einlegen. Egal ob das Event letztendlich super interessant ist oder nicht, ist es immer noch besser als zuhause zu sitzen und an die Wand zu starren und sich zu fragen, was man posten soll.

 

Das Wort zum Sonntag: Schaffe Mehrwert

Jetzt haben wir viel darüber gehört, was man posten kann. Doch nun setzen wir uns damit auseinander, welchen Zweck der Content erfüllen soll.

Wenn es einen Tipp gibt, den man von jedem Social Media Profi hört, dann ist es dieser: Schaffe Mehrwert! Und jeder der das hört nickt dann brav und tut so, als wüsste er was damit gemeint ist. Doch heute erzähle ich dir, was Mehrwert wirklich ist:

Mehrwert = Geldwert

Dein Content sollte so interessant sein, dass du deinen Followern bares Geld sparst.

Ein Beispiel: Wenn du zum Beispiel fast täglich kleine Französischlerntipps gibst, sparst du deinen Followern den Kauf eines kleinen Lehrbuches.

Oder wenn du ihnen einen neuen Ort näher bringst, den es zu bereisen gilt, dann sparst du ihnen Zeit, die sie sonst mit Google verplempern würden (Zeit ist Geld).

Mehrwert funktioniert in drei Kategorien:

Unterhaltung

Inspiration

Information

Im Idealfall besteht dein Content aus allen drei Kategorien.

Warum postet du also nicht lustige Anekdoten (Unterhaltung), aus deinem Urlaub in der Bretagne (Inspiration) und schießt deinen Followern zusätzlich einen Lerntipp (Information) zu?

Wenn du das regelmäßig machst merken die Nutzer, dass es bei dir stets was zu holen gibt und werden auf dem Laufenden bleiben wollen. Dann kannst du auch dein Buch ins Spiel bringen, das in der Bretagne spielt.

 

Fazit

So sehr, wie Instagram gewachsen ist, so stark haben auch die Strategien zugenommen, um auf der Plattform erfolgreich zu werden. Dein Erfolg sollte so aussehen, dass du dich qualitativ um deine Community kümmerst.

Wen interessiert es, wenn du „nur“ 500 Follower hast? Wenn diese Leute an dir interessiert sind, dann hast du mehr erreicht, als der große Account mit seinen 10.000 Followern, die alle erschlichen wurden.

Am Ende des Tages musst du dich einfach fragen: Würden die Leute, die mir folgen oder die mir folgen sollen, mein Buch kaufen? Falls nein, was kann ich ändern, um es ihnen schmackhaft zu machen?

Mit diesen Worten entlasse ich dich erstmal aus dem Social Media Bootcamp und wünsche dir viele treue Follower!

Achja, wenn du magst kannst du auch mir folgen. Aber nur, wenn du wirklich willst. ;P

Hier ist mein Nutzername auf Instagram: dennysachs_tokyomania

 

 

 

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