Instagram Marketing für Einsteiger

Betreibst du schon Instagram Marketing? Instagram hat sich in den letzten Jahren als stabile soziale Plattform etabliert, die auch bewiesen hat, dass sie mit der Zeit gehen kann. Während Facebook junge Nutzer kaum anspricht, kann Instagram auch in diesem Feld punkten. Was dich als Autor vor allem interessieren sollte, sind die tausenden aktiven Buchblogger und vor allem Leser, die tagtäglich Anregungen für neue Bücher suchen. In diesem Artikel werde ich dir ein paar Strategien an die Hand geben, wie du diese erreichen kannst und warum sich Instagram für Autoren lohnen kann.

Nennenswerte Eckdaten zu Instagram

Instagram wurde 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger entwickelt und vorerst nur auf iOS Geräten als App verfügbar gemacht. Seit 2012 können auch Androidnutzer Instagram in ihren Social Media Alltag einbauen. Im selben Jahr übernahm Facebook die damals noch winzige Firma für eine Milliarde Dollar. Ursprünglich war es ein Markenzeichen von Instagram, dass man nur quadratische Fotos posten konnte, was anfangs einen frischen jugendlichen Touch hatte und dadurch für junge Nutzer interessant war. Später wurde diese Richtlinie aufgeweicht, um der immer größer werdenden Nutzerbasis mehr Freiraum zu geben, weswegen man nun auch Bilder im 16:9 Format und auch kurze Videos hochladen kann. Weltweit hat die App 700 Millionen Nutzer, wovon alleine 15 Millionen in Deutschland aktiv sind. Instagram ist zudem dafür bekannt, die höchste Interaktionsrate aller sozialen Plattformen zu haben, mit durchschnittlich 5-10%.

 

Mit Instagram starten

Falls du bereits einen Account hast, kannst du diesen Part direkt skippen.

Solltest du aber noch keinen Account haben, empfehle ich dir dich anzumelden und die Plattform erst einmal ein paar Wochen zu testen, um herauszufinden ob dir das Ganze überhaupt zusagt. Denn Instagram als soziale Plattform ist ziemlich speziell.

Die Tipps und Strategien, die ich dir gebe, können zwar auch von Laien umgesetzt werden, könnten dich direkt am Anfang aber überfordern, wodurch du den Spaß an der Plattform verlieren könntest. Also folge erstmal ein paar Leuten, probiere ein paar Hashtags aus und sieh dir das Treiben eine Weile lang an.

Der Anmeldeprozess selbst ist recht unkompliziert. Du meldest dich wie auf anderen Plattformen üblich mit deiner E-Mail Adresse an.

Dann wählst du einen Nutzernamen (unter dem man dich auf der Plattform suchen kann) und einen Anzeigenamen (ein Name, der in deinem Profil angezeigt wird).

Konkret könnte das so aussehen:

 

Nutzername: Maxmustermann_thrillerautor

Anzeigename: Max Mustermann

 

Es kann sein, dass dein Nutzername schon vergeben ist, weswegen du eine kreative Alternative suchen musst wie oben (Leerzeichen und Sonderzeichen sind im Nutzernamen nicht möglich).

Dann kannst du einen kurzen Profiltext schreiben. In der Community hat es sich etabliert seine Sprache bzw. seinen Staat anzugeben und das was du machst und wofür du stehst und das im kurzen Telegrammstil.

Emojis darfst du hier auch verwenden, wie zum Beispiel eine Deutschlandflagge, falls du aus Deutschland kommst.

Dann darfst du noch eine Webseite angeben. Falls du schon eine eigene Autoren-Webseite hast, wäre hier Platz für den Link. Oder du kannst den Amazonlink zu deinem Buch posten. Es liegt jetzt an dir, ob Leute lieber sofort dein Buch sehen sollen oder die Möglichkeit erhalten, dich lieber noch besser kennenzulernen.

Die bisherigen Einstellungen kannst du übrigens jederzeit ändern. Es macht zum Beispiel Sinn, den Link im Profil immer mal wieder auszutauschen oder deinen Profiltext anzupassen. Also mach dir keinen allzu großen Kopf darüber, was du bei der Anmeldung schreibst.

Hinweis:

Im Laufe der Anmeldung kann es passieren, dass Instagram nach einer Telefonnummer fragt, bevor du weiter kannst. Gib deine Nummer an und Instagram wird dir kostenfrei per SMS einen Code schicken, mit dem du dein Profil aktivieren kannst. Die Methode ist dazu da, um es Spammern schwieriger zu machen Fake-Accounts anzulegen.

Okay, hast du jetzt deinen Account fertig und dich eine Weile auf der Plattform umgesehen, gar deine ersten Fotos gepostet und das Ganze sagt dir soweit zu? Dann wird es Zeit weiter zu gehen.

 

Instagram als Lifestyle-Plattform

Bei Instagram handelt es sich in Abgrenzung zu anderen Netzwerken, um eine Lifestyle-Plattform, was einige Vor- und Nachteile bringt.

Leute nutzen Instagram, um sich in ihrem eigenen Lifestyle inspirieren zu lassen und wollen dementsprechend mit allerhand visuellem Content versorgt werden.

Hier ein Beispiel:

Wenn du dich als Autor schonmal auf der Plattform umgesehen hast, wird dir aufgefallen sein, wie unzählig viele Menschen aus “Bücherlesen” einen ganzen Lifestyle machen.

Buchblogger lichten sich damit ab, wie sie gemütlich auf dem Bett sitzen und ein frisches Buch lesen, während auf dem Nachttisch die heiße Schokolade dampft.

Im Text zum Bild sprechen sie derweil von ihrem Tag und besprechen das Buch beiläufig, während andere Nutzer Kommentare darüber verfassen, wie gerne sie jetzt auch einfach zuhause sitzen würden und ein Buch – oder das Buch, das sie im Foto gesehen haben – lesen würden.

Als Autor sehen wir uns also mit zwei relevanten Gruppen auf Instagram konfrontiert:

Einmal die Buchblogger, die Lifestyle-Anregungen geben und einmal die Leser, die Lifestyle-Anregungen suchen (ob bewusst oder unbewusst).

Wäre es nicht super, wenn dein Buch Teil diesen Lifestyles wäre? Dazu müssen dich die Leute aber erstmal wahrnehmen und dich eine Weile als Autorenmarke kennenlernen. Aber keine Angst, darum kümmern wir uns gleich.

 

Was Instagram nicht ist

Um es gleich vorweg zu nehmen: Instagram ist keine Linkschleuder. Auf Instagram kannst du keine Links posten, außer einem einzigen: den Link in deinem Profil.

Wenn du Leute weiterleiten willst, wird es stets darauf hinauslaufen, dass du sie auf deinen Profillink hinweisen musst.

Zum Beispiel so:

“Hey Leute, klickt auf den Link in meinem Profil, wenn ihr meine Webseite sehen wollt.”

Aus diesem Grund ist Instagram auch nicht dazu da, um darüber direkte Verkäufe zu generieren (es geht, ist aber mühsam).

Denn wie eingangs erwähnt: Instagram ist eine Lifestyle-Plattform und eignet sich im Businesskontext vor allem zum “Brand Building”.

Das klingt jetzt erstmal kompliziert, bedeutet aber nicht anderes, als dass Instagram perfekt dazu geeignet ist, deinen Namen, deine Marke oder deinen Buchtitel bekannt zu machen. Auf Instagram kannst du also zeigen wofür du als Autorenmarke stehst und wie dein Lifestyle aussieht.

Der erwünschte Effekt hierbei ist folgender:

Ein potenzieller Leser, der auf Amazon gerade ein Buch sucht, stolpert plötzlich über deinen Namen, dein Buchcover oder den Titel deines Buches und denkt sich:

“Ach, das Buch habe ich schonmal gesehen! Soll ja ganz gut sein und der Autor scheint cool drauf zu sein. Ab damit in den Warenkorb.”

Der Leser hat dich also bereits im besten Fall mehrfach auf Instagram gesehen (andere Plattformen klammern wir für diesen Artikel mal kurz aus) und assoziiert dein Werk mit einem positiven Lifestyle.

Wärest du jetzt nicht aktiv gewesen, dann wärest du jetzt auch nur einer von vielen Autoren, die in der Masse untergehen.

Vielleicht bist du jetzt enttäuscht, weil du dachtest, du könntest einfach jeden Tag einen Link posten und direkt Verkäufe generieren. Und die ganze Sache mit dem Markenaufbau und dem Lifestyle klingt ziemlich kompliziert, nicht wahr?

Doch richtig eingesetzt kann Instagram dir einen ziemlich großen Dienst erweisen.

Instagram kann dir einerseits helfen dich und deinen Alltag genauso darzustellen, wie du ihn gerne präsentieren würdest, ist aber vor allem perfekt dafür, dich der Welt so authentisch wie möglich zu zeigen.

 

Warum ist Authentizität wichtig?

Früher sahen Marketing und Werbeslogans so aus:

 

“Du bist hässlich, aber unser Produkt kann das ändern. Unser Produkt ist sehr gut. Also kauf unser Produkt, du Wurm!”

Marketing war vor allem eine einseitige Angelegenheit. Die Firma oben und der Kunde unten. Die meisten Leute haben diese Art der Werbung aber längst satt und suchen nach Alternativen. Mit dem Aufstieg von Internet und Social Media begann sich dann das Blatt zu wenden.

Bevor Leute etwas kaufen, informieren sie sich im Internet, ob das Produkt was taugt. Alle ausgeklügelten Werbeslogans helfen also nicht mehr, wenn die öffentliche Meinung dem Produkt gegenüber negativ gestimmt ist.

Hier kommst du ins Spiel: Sei nicht der x-te Autor, der das Internet mit seinen Amazonlinks vollmüllt, sondern nutze die Chance authentisch sein zu dürfen. Damit kommen wir direkt zum nächsten Thema.

 

Was soll ich denn posten?

Viele fühlen sich von Instagram abgeschreckt, weil sie glauben sie müssten nun jeden Tag Fotos von wunderschönen Sonnenuntergängen oder professionellen Porträtfotos hochladen.

Doch es ist so:

Leute interessieren sich für die normalsten Dinge. Du sitzt gerade im Café mit einem Kumpel? Mach ein Foto von deiner Tasse und lade es mit einer Bildunterschrift hoch, in der du kurz zusammenfasst über was ihr gerade diskutiert habt. Und stelle dazu eine Frage.

Ich bin stets überrascht, dass solche direkt aus dem Alltag gegriffene Bilder und Themen am besten funktionieren und das teilweise besser als meine schönen Sonnenuntergänge und Porträtfotos.

Diese Art von Content funktioniert, weil du authentisch bist und Leute das Gefühl haben, dir ganz nah und auf der selben Ebene zu sein. Und am wichtigsten: du versuchst ihnen nicht irgendwas zu verkaufen!

Alles was nach Werbung riecht, wird auf Social Media doppelt und dreifach abgestraft. Eben aus dem Grund, dass Leute das Unauthentische der Marketingwelt satt haben.

Was du auch tun kannst, ist deine Expertise für dich arbeiten zu lassen.

Du bist Erzieherin? Dann erzähle uns von lustigen Anekdoten, die du tagtäglich erlebst. Du studierst Französisch? Erzähl uns wie wir unser Französisch verbessern können! Du studierst? Berichte uns von der interessantesten Sache, die du heute in der Vorlesung gelernt hast.

Am Anfang denkst du vielleicht, dass du gar nichts zu erzählen hast, aber wenn du dich den Followern öffnest, kommen die Themen wie von selbst.

 

Storys vs. normale Posts

Instagram bietet gleich zwei Arten an, um Content hochzuladen, die jeweils kaum verschiedener sein können.

Wenn du Instagram öffnest, wirst du am oberen Rand deines Feeds die ganzen runden Symbole mit den Profilbildern der Leute, denen du folgst, schon bemerkt haben.

Das sind die Storys, die Instagram so sehr in den Fokus gerückt hat, dass du diese noch vor den normalen Posts in deinem Feed bemerken wirst.

Storys sind kurzlebige Fotos oder Videos, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden. Instagram hat diese Funktion direkt von Snapchat geklaut und diese Herkunft merkt man den Storys auch an.

Als Storys eignen sich unperfekte Fotos, dumme Sprüche, ulkige Selfies und allerhand experimenteller Content. Kurz: Sie bieten die perfekte Möglichkeit sich noch authentischer zu zeigen.

Es hat sich mittlerweile in der Community etabliert, dass man die hübschen Fotos als normale Posts hochlädt, mit einem Text, bei dem man sich noch halbwegs erkennbar Mühe gegeben hat und all den Rest, den man sonst niemals posten würde, als Story hochlädt.

Das ist in etwa so, als würde im Vorraum eines 5 Sterne-Restaurants eine wilde Sause mit besoffenen Fußballfans laufen. Das Instagram diesen Spagat, zwischen hochwertigem Content und viel Müll schafft und zelebriert, ist für sich bereits eine Meisterleistung, vor der man nur den Hut ziehen kann.

Du kannst diese beiden Upload-Möglichkeiten also nun folgenderweise für dich nutzen:

Nehmen wir an, du besuchst die Frankfurter Buchmesse und willst nun ordentlich aktiv auf der Plattform sein. Du bist natürlich beschäftigt auf der Messe und hast wenig Zeit gute Motive zu suchen, dann Fotos zu bearbeiten und an einer guten Bildunterschrift zu feilen.

Doch dank Storys musst du das auch nicht. Du kannst kurze Schnappschüsse machen und diese mit lustigen Stickern oder Sprüchen versehen als Storys hochladen. Deine Follower, die zuhause geblieben sind, können nun direkter wahrnehmen, was du eigentlich treibst und dich besser einschätzen. Denn so ganz ohne Filter und ausgefeilte Texte, bist du dank Storys sehr authentisch.

Während deines Streifzugs stolperst du dann doch über ein paar gute Motive, die du dann abends im Hotelzimmer bearbeitest und an einem Text feilst, der nochmal zusammenfasst, was du den Tag eigentlich erlebt hast. Dann stellst du am Ende des Textes eine Frage, um deine Follower zum Kommentieren zu bewegen.

Und voila! Damit hast du bereits alle Uploadfunktionen zu deinem Vorteil genutzt und bereits die halbe Miete auf Instagram beisammen. Was die andere Hälfte sein wird, werden wir im nächsten Artikel herausarbeiten.

Fazit

Instagram kann einen am Anfang schnell überwältigen, weswegen es klug ist erst einmal zu versuchen möglichst aktiv auf der Plattform zu sein. Einerseits um sich daran zu gewöhnen regelmäßig zu posten und um andererseits herauszufinden, ob dir die Plattform überhaupt zusagt. Wenn du nach ein paar Wochen feststellen solltest, dass du mit der ganzen Plattform nichts anfangen kannst, dann helfen dir auch die Strategien nicht, die wir dir im nächsten Artikel vorstellen werden. Sollte dir die Plattform aber zusagen, dann empfehlen wir dir dich  auch in den nächsten Artikel einzulesen, um deine Instagrampräsenz auf ein neues Level zu heben.

 

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