Facebook Marketing für Einsteiger

Facebook Marketing für Einsteiger

Betreibst du schon Facebook Marketing? Wir schon! Facebook war vor einigen Jahren in aller Munde. Das soziale Netzwerk ist in den letzten Jahren vor allem in der jüngeren Generation aus der Mode gekommen. Also ist es keine Schande, wenn du noch keine Autorenseite bei Facebook hast und mit der Plattform nicht vertraut bist. In diesem Artikel will ich dir einen Leitfaden geben, wie du als Schriftsteller oder Künstler eine eigene Facebook-Seite aufziehst und effektives Social Media Marketing betreibst.

Es geht in diesem Artikel nicht um bezahlte Outbound Werbung bei Facebook. Dafür wird es einen weiteren Artikel geben!

Nennenswerte Eckdaten zu Facebook
Facebook Inc hat seinen Sitz in den USA und wurde 2004 von Marc Zuckerberg gegründet. Private Profile werden durch Freundschaftsanfragen vernetzt, öffentliche Seiten haben ein Abonnenten- oder Fan-Verhältnis zwischen den Usern, denen deine Seite gefällt und dir.
Über 2 Milliarden Mitglieder (mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung) hat ein Profil auf Facebook. Weltweit pendelt www.facebook.com zwischen den ersten drei Rängen, in Deutschland bewegt es sich stets in der Top 10 der meistgeklickten Seiten.
In Deutschland kannst du potentiell mehr als 28 Millionen aktive Nutzer erreichen. 70 % aller Unternehmen nutzen Facebook. Das sind 5 % mehr als die, die Twitter benutzen. Die Interaktionsquote liegt im Vergleich zu Twitter um knapp 0,5 % höher. Das ist der Kurzlebigkeit von Tweets geschuldet.

 

Im Prinzip geht es bei Social Media Marketing um Selbstinszenierung in Kombination mit der Etablierung deinerselbst als Marke. Genau das ist das Grundprinzip und zugleich das Erfolgsrezept von Facebook. Es geht um Kontaktpflege, Erreichen einer immer größer werdenden Zielgruppe, Wachstum und Nachrichtenverbreitung.

Das solltest du dir als Autor oder Autorin zunutze machen. Erstelle dir dafür zunächst eine Seite. Hast du bereits eine Autorenseite, kannst du gleich zur übernächsten Überschrift springen.

 

Erste Schritte mit der eigenen Facebook-Seite

Hast du einen privaten Facebook-Account, kann es schon mit der Erstellung der Facebook-Seite losgehen. Klicke dazu einfach unten links in der Navigation „Entdecken“ auf den Unterpunkt „Seiten“.

Du gelangst auf eine Seite, auf welcher du oben rechts auf den grünen Button „Seiten erstellen“ klicken musst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich durch die benötigten Etappen, die für die Erstellung einer eigenen Facebook-Seite nötig sind.

Damit hast du den ersten Grundstein für Facebook Marketing gelegt.

Du wirst unter anderem gefragt, was für eine Art von Facebook-Seite du erstellen willst. Die Auswahl besteht aus:

  • lokales Unternehmen oder Ort;
  • Unternehmen, Organisation oder Institution;
  • Marke oder Produkt;
  • Künstler, Band oder öffentliche Person;
  • Unterhaltung;
  • guter Zweck oder Gemeinschaft.

Als Schriftsteller solltest du hier „Künstler, Band oder öffentliche Person“ wählen.

Ist deine Seite erstellt, kannst du noch einige Informationen hinterlegen. Es ist beispielsweise wichtig, eine Unternehmensbeschreibung hinzuzufügen. In deinem Fall wird das eine Kurzbiografie oder sonstige Selbstdarstellung deiner Person als Künstler sein.

Oben rechts auf deiner Seite befindet sich der CtA-Button. Dieser Call to Action kann unterschiedlich sein. Hast du eine Autorenwebsite mit eigenem Shop, könnte für dich „Jetzt einkaufen“ passen. Willst du einen regen Austausch mit deiner Community, passen „Kontakt aufnehmen“ oder „Community beitreten“ ganz gut.

Nimm‘ dir Zeit und grase alles ab, was deine Facebook-Seite zu bieten hat.

Als Autor, der authentisches und nahbares Social Media Marketing in Form von Facebook Marketing betreiben möchte, ist ein Profilbild unerlässlich. Wähle eines aus, auf dem du als Person zu sehen bist. Das kann man nicht oft genug betonen. Nichts wirkt unprofessioneller als eine Autorenseite mit einer Farbfläche, einem Tier oder einer Blume als Profilbild.

Willst du dich trotzdem (noch) nicht zeigen? Dann lasse dich von einem Karikaturisten zeichnen oder verfremde dein Foto, indem du dich nur von der Seite oder mit einem Buch vor dem Gesicht zeigst. Das ist zwar weniger schön als ein sympathisches, qualitatives Foto von dir, aber es zeigt, dass du ein echter Mensch bist und weckt eher das Vertrauen bei deiner zukünftigen Zielgruppe, als Blume, Farbfläche oder Tier.

Wenn du deine Werke auch ins Englische übersetzen lässt oder aus anderen Gründen zweisprachig unterwegs sein möchtest, kannst du bei Facebook beantragen, ein sogenannter Facebook Business Partner zu werden. Dann hast du die Möglichkeit, in einem Dashboard zwei Seiten zu einer zu vereinen und den Besuchern je nach Standort bzw. Spracheinstellungen die eine oder andere zeigen zu lassen. Die Adresse bleibt dabei die Gleiche.

 

Mit Facebook Marketing zu mehr Reichweite

Deine Seite ist erstellt, und was nun?

Du brauchst für Facebook, genau wie für Twitter oder Instagram auch, Inhalte, die du teilen kannst. Dabei gelten die gleichen Grundprinzipien wie im Content- und Inbound Marketing im Allgemeinen. Erinnere dich an die AIDA-Methode:

  • Aufmerksamkeit (Awareness)
  • Interesse (Interest)
  • Entscheidung (Decision)
  • Aktion (Action)

Aufmerksamkeit von Personen, denen deine Seite gefällt, erhältst du durch Emotionen. Deine Inhalte sollten immer mindestens eine Emotion wecken. Dabei geht es nicht nur um die Grundpfeiler unserer Psyche (Angst, Wut, Freude, Trauer), sondern auch um ganz allgemeine Gefühle.

Postest du beispielsweise ein Foto deines Schreibtisches mit der heutigen Kaffeetasse und schreibst einen Text darüber, welche Schwierigkeiten du gerade beim Überarbeiten deines Manuskripts hast, sprichst du Leser und andere Autoren auf unterschiedliche Weise an.

Andere Autoren, die deinen Post sehen, werden sich mit dir verbunden fühlen, wenn sie die von dir gezeigte Situation auch schon einmal erlebt haben. Und das ist ziemlich wahrscheinlich, glaub‘ mir! 😉

Deine Leser freuen sich, dass du dich mit der Arbeit auseinandersetzt und sie sich bald auf eine neue Veröffentlichung von dir freuen können. Sind sie von deinem letzten Werk begeistert oder einfach nur neugierig, werden sie mehr darüber erfahren wollen, wie ein Buch entsteht und wie du dich mit dem kreativen Schaffensprozess arrangierst.

Aber was, wenn du noch gar keine Leser und Autoren hast, die deine Seite im Auge behalten? Und damit stecken wir auch schon im System von AIDA.

Durch den Inhalt erzeugst du Interesse beim Leser. Auch, wenn er deiner Seite noch nicht folgt, regt sich in ihm etwas durch das, was du ins Netz gestellt hast. Er entscheidet sich, ein Fan deiner Seite zu werden und führt folgende Aktion aus: Er klickt auf „Gefällt mir“. Schwupps, deine Reichweite hat sich erhöht.

Aber wie bekommst du die Aufmerksamkeit, durch die der AIDA-Prozess ausgelöst wird? Ganz einfach: Durch Reziprozität.

Du willst, dass Leute dich finden? Finde andere Leute. Interagiere mit Seiten, die deiner Seite ähnlich sind oder die dir aus anderen Gründen gefallen.

Du willst, dass Leute mit dir diskutieren? Schließe dich themenrelevanten Facebook Gruppen an und gib Tipps, diskutiere, frage um Hilfe.

Interagiere, like und schreibe, was das Zeug hält. Nur so kommst du ins Gespräch und erzeugst die Aufmerksamkeit, die deine Inhalte verdienen.

 

Content für effektives Facebook Marketing

Jetzt schreibe ich schon seit über 1.000 Worten über Content, ohne dir Tipps zu geben, welchen Content du auf Facebook teilen kannst! Shame on me!

Die Themen für dich und dein Branding musst du schon selbst herausfinden.

Schreibst du Kriminalromane, bringt es dir nichts, wenn ich dir empfehle, bekannte Liebespaare der Literatur vorzustellen. Bewegst du dich im Raum der Entwicklungsromane, brauchst du keine Web-Lexika über Drachen, Reitbögen oder das Mittelalter wälzen.

Aber allgemeine Tipps, die auf Autorenseiten regelmäßig geschehen, kann ich dir gerne geben. Hier eine Liste mit kurzen Inspirationen für dich, wenn du mal nicht weißt, was du mit deiner Community teilen sollst.

Probier’s doch mal mit Folgendem…:

  • Mache ein Foto von dir bei der Arbeit und erzähle, womit du gerade konfrontiert bist
  • Teile ein Unterwegs-Selfie von dir und lass die Community (selten) an deinem Leben teilhaben
  • Beschreibe, woran du gerade arbeitest
  • Lasse deine Community in den unveröffentlichten Text, an dem du arbeitest, spicken
  • Teile den lustigen Tippfehler, den du gerade gefunden hast
  • Dein Lektor hat Spaß bei der Arbeit und schreibt witzige Anmerkungen? Immer her damit!
  • Ein Artikel des Börsenvereins ist für dich und andere Autoren relevant? Teile ihn!
  • Ein anderer Autor braucht Hilfe? Hilf ihm, indem du seine Frage teilst
  • Verlinke auf Blogartikel
  • Verlinke auf Twitter-Umfragen
  • Fotogafiere deine To-Do-Liste und schreibe, was du diese Woche geschafft hast
  • Begrüße deine Fans und die neue Woche am Montag
  • Teile Schreibratgeber und Buchrezensionen, denn: Je mehr du liest, desto Autor!
  • Stelle Fragen an deine Community, lasse sie Content und deine Werke mitgestalten
  • Mache ein Gewinnspiel, wenn du etwas mit echtem Mehrwert zu verlosen hast
  • Du hältst eine Lesung ab? Erstelle eine Facebook-Veranstaltung und weise darauf hin

 

Na? Da ist doch sicher etwas für dich dabei. Hast du noch mehr oder sogar bessere Tipps? Dann schreibe sie doch gerne in die Kommentare! Danke.

Übrigens: Im Backend deiner Facebook-Seite kannst du über die Navigation deine Zielgruppe ganz einfach ablesen. Auch, wenn du dich durch Artikel über die Buyer Persona und Zielgruppenfindung durchgequält hast, ist Facebook hier unheimlich praktisch. Mit einem Klick erfährst du beispielsweise, zu welchen Uhrzeiten deine Fans auf Facebook online sind, und dann kannst du das Facebook Marketing entsprechend anpassen.

Nun müsste dir auch klar sein, warum wir die meisten Beiträge zwischen 19 und 20 Uhr veröffentlichen 😉

 

Hast du noch Fragen? Ist Facebook für dich Neuland, oder hast du den Artikel nur geklickt, um dir neue Ideen für Facebook-Content zu holen? Lass‘ uns Lob, Kritik und Anmerkungen in den Kommentaren wissen!  

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