Call-To-Actions: Bau dir eine Leserschaft auf!

Wer schreibt, möchte meist auch gelesen werden. Doch viele Autoren sind heute in Sachen Vermarktung auf sich allein gestellt. Der gekonnte Einsatz erfolgsversprechender Marketingstrategien bietet sich deshalb an, um nach und nach eine treue Leserschaft aufzubauen.

Call-To-Actions sind hierbei ein zentraler Bestandteil. Meinen Blog mit Schreibtipps für Romanautoren habe ich nicht zuletzt mit ihrer Hilfe erfolgreich aufgebaut.

Doch falsch eingesetzt bringen sie dir keine Leser, sondern vergraulen sie eher.

Wie also nutzt du sie richtig?

 

Was sind Call-To-Actions und wofür sind sie gut?

Bevor du die Einsatzmöglichkeiten von Call-To-Actions kennenlernst, solltest du verstehen, worum es hier eigentlich geht. Welche Idee steckt hinter dem Begriff?

Call-To-Action – Versuch einer Definition

Der Begriff Call-To-Action stammt aus dem Marketing und bedeutet auf deutsch in etwa „Zum Handeln aufrufen“. Es geht also darum, dass der Konsument etwas tut. Allerdings nicht irgendetwas. Vielmehr soll er dazu gebracht werden, eine ganz bestimmte Handlung auszuführen. Ein Call-to-Action ist also eine Art Aufforderung, die genau einen Zweck erreichen soll.

Call-To-Actions für Autoren

Der Einsatz von Call-To-Actions bietet dir als Autor die Chance, Leser zu gewinnen und diese ins Handeln zu bringen. Damit hast du die Möglichkeit, eine Gemeinschaft
aufzubauen und mit ihr in Kontakt zu treten.

So kannst du – bereits lange bevor dein Buch erscheint – etwas für dein Marketing tun. Im optimalen Fall unterstützen dich Call-To-Actions innerhalb deiner Vermarktungsstrategie dabei, dir eine treue Leserschaft zu erschließen, die nur darauf wartet, dass dein Buch endlich
rauskommt.

 

Anwendungsmöglichkeiten für Call-To-Actions

Du kannst Call-To-Actions an zahlreichen Stellen deiner Marketingstrategie einsetzen. Die folgende Auswahl zeigt dir die für Autoren besonders relevanten Möglichkeiten.

Call-To-Actions und Social Media

Viele Autoren sind auf den sozialen Netzwerken präsent und veröffentlichen dort Beiträge. Eine weitaus stärkere Leserbindung erreichst du, indem du mit den Besuchern deiner Profile in Kontakt trittst, anstatt nur zu posten. Anstatt deine Follower als reine Konsumenten zu sehen, entsteht so ein lebendiger Austausch.

Durch Call-To-Actions regst du diesen Dialog mit deinen Lesern an. Die konkrete Form hängt dabei sehr stark von deinen Vorlieben ab. Zum Beispiel kannst du sie auffordern, ihre Meinung zu einem Klappentext oder einem Cover zu posten. Du kannst aber auch einfach von deinen (Schreib-)erfahrungen berichten und sie darum bitten, dass sie eigene dazu passende Erlebnisse teilen.

Ein lebendiger Blog

Ein eigener Blog ist für Autoren eine schöne Sache. Hier kannst du deine Arbeit reflektieren und Schreiberfahrungen mit anderen teilen. Noch weitaus effektiver für dein Marketing ist es jedoch, wenn du Artikel schreibst, die auf deine Zielgruppe abgestimmt sind.

Doch die schönsten Inhalte bringen nicht viel, wenn sie keiner liest. Call-To-Actions verhelfen dir zu einem lebendigen Blog. Auf deinen sozialen Profilen solltest du also nicht nur die Artikel posten, sondern deine Follower auch zum Lesen oder Kommentieren auffordern. Und am Ende des Artikels selbst wirkt es Wunder, wenn du die Leser darauf hinweist, einen Kommentar da zu lassen.

Vom Blogleser zum Abonnenten

Wenn jemand z.B. durch die Googlesuche auf deine Seite findet, etwas liest und dann wieder weg ist, hast du langfristig nichts davon. Du solltest also versuchen, eine Bindung zu diesen Lesern aufzubauen. Ein eigener Newsletter ist dafür eine wunderbare Möglichkeit. Weise deshalb auf jeder Seite, zum Beispiel am Rand, auf die Möglichkeit hin sich einzutragen. Auch ein Pop-up mit einem entsprechenden Call-To-Action wirkt Wunder.

Call-To-Actions im Newsletter

Gehen wir nun davon aus, du hast bereits einige Email-Adressen gesammelt. Nun hältst du deine Leser mit deinem Newsletter auf dem Laufenden und stärkst so
eure Verbindung.

Auch hier sind Call-To-Actions sehr hilfreich. Animiere deine Leser dazu dir zu antworten, bei einer Umfrage mitzumachen oder deinen neuesten Artikel zu lesen. Versuche aber jeweils nur eine Aufforderung pro Email zu platzieren. So kommunizierst du klar und erzielst die besten Ergebnisse.

Call-To-Actions in Videos und Audios

Vielleicht entscheidest du dich dazu, dein Autorenmarketing mit Hilfe eines Videokanals oder eines Podcasts voranzutreiben? Auch hier kannst du Call-To-Actions nutzen, um eine
langfristige Beziehung zu deinen Lesern aufzubauen.

Weise am Ende eines Videos z.B. darauf hin, deinen Kanal zu abonnieren oder deine Seite zu besuchen. Ein beliebter Call-To-Action in Podcasts wiederum ist die Bitte, einen Kommentar und eine Bewertung auf i-Tunes zu hinterlassen.

 

Die Schattenseiten von Call-To-Actions

Call-To-Actions sind sicherlich nicht das Allheilmittel des Autorenmarketings. Obwohl sie in Kombination mit anderen Elementen sehr hilfreich sind, liegen auch große Gefahren in ihnen verborgen.

Zu direkt

Formulierst du deine Call-To-Actions zu direkt, kann dies Abwehrreaktionen hervorrufen. Weist du andauernd direkt darauf hin, dass deine Leser dein Buch kaufen sollen, wird dies sehr schnell als Spam wahrgenommen. Dabei kann es auch passieren, dass sich dein Leser nicht mehr als Person angesprochen, sondern eher benutzt fühlt.

Einsatz an unpassender Stelle

Überlege dir, wo du deine Call-To-Actions platzierst. Es kann auch schnell zu viel werden, wenn du in einem Artikel alle paar Zeilen den Leser dazu aufforderst, sich in den Newsletter einzutragen.

Außerdem sollte der Einsatz auch erfolgsversprechend sein. Das direkte Anpreisen eines Buchs in Diskussionsgruppen eines sozialen Netzwerk ist dies beispielsweise nicht.

Kein Spaß mehr an der Sache

Als Autor möchtest du dich in erster Linie aufs Schreiben konzentrieren. Allzu strategische
Überlegungen, wie du dich am besten vermarktest, können dir den Spaß daran ganz schön verderben. Sei vorsichtig, wenn du merkst, dass die Überlegungen, wie du wo welches Call-To-Action platzierst, Überhand nehmen und dich von deiner eigentlichen Arbeit abhalten.

 

Gekonnter Umgang mit Call-To-Actions

Ich habe im Folgenden vier Prinzipien aufgeführt, die dir dabei helfen, Call-To-Actions effektiv und zugleich spielerisch einzusetzen. Nimm sie als Maßstab und entscheide in jedem Einzelfall, wie genau du deine Aufforderung formulierst.

Maßvoll: Übertreibe es nicht mit dem Einsatz der Call-To-Actions. Überlege dir lieber, worauf genau
du mit einem Post, einem Artikel, einem Video oder einer Podcastfolge hinauswillst. Und darauf weist du dann hin. Wenn sich dies schlüssig aus den restlichen Inhalten ergibt, genügt also ein Call-To-Action an der richtigen Stelle.

Passend: Optimal setzt du Call-To-Actions ein, wenn sie zu deinen Inhalten passen. Stelle also eine Frage, die sich genau auf den Artikel bezieht. Fordere dazu auf, bei einer Umfrage mitzumachen, die mit deinem bald erscheinenden Buch zu tun hat. Bitte deine Leser an Weihnachten darum, lustige Tannenbaumbilder zu teilen und an Ostern Schokoladenhasen – nicht andersherum.

Elegant: Ein Call-To-Action muss nicht immer eine Aufforderung sein. Wieso nicht einfach eine Frage stellen? Oder von deinen eigenen Erfahrungen berichten und bekunden, dass dich die Erfahrung deiner Leser interessieren würde?

Ehrlich: Bei Call-To-Actions geht es nicht darum, irgendwelche schmierigen Tricks anzuwenden. Dich sollte schon wirklich interessieren, wozu du deine Leser aufforderst. Sei also ehrlich bei deinen Call-To-Actions und versuche nichts zu fingieren.

 

Call-To-Actions und authentisches Marketing

Das für mich wichtigste Prinzip des Marketings gilt auch für Call-To-Actions: Authentizität. Schreibe und spreche also so, dass du dich damit wohlfühlst.

Wenn du einfach etwas teilen möchtest, ohne eine bestimmte Reaktion zu bekommen, dann mach das. Oder überlege dir bei deinen Inhalten einfach genau, worum es dir geht, und was du dir von deinen Lesern wünscht. Indem du dies kommunizierst, nutzt du auf ganz natürliche Weise effektiv Call-To-Actions.

 

Hast du bereits Erfahrungen mit
dem Einsatz von Call-To-Actions gemacht?

Welche?

 

 

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