Autorenmarketing – 10 Ideen für bessere Inhalte

Autorenmarketing: Über Inhalte potentielle Leser gewinnen – viele Autoren versuchen dies bereits. Sei es mit dem eigenen Blog, einem Videokanal, einem Podcast oder in sozialen Netzwerken.

Und doch: die erwünschten Erfolge stellen sich meist nicht oder nur zögerlich ein. Häufig liegt dies an der thematischen Ausrichtung.

In diesem Artikel erfährst du, worauf es beim Contentmarketing wirklich ankommt. Und du bekommst 10 Möglichkeiten an die Hand, wie du auf wirklich interessante Inhalte kommst.

Deine Zielgruppe fürs Autorenmarketing

Legst du einfach mit dem Erstellen von Inhalten los, ohne deine Zielgruppe zu definieren, baust du deinen Content-Kanal auf Sand. Bei der Vielzahl an Inhalten, die dem Surfer im Netz entgegenwehen, fliegt deine kleine Contenthütte so unbemerkt vorbei. Was du brauchst ist ein Fundament – deine Zielgruppe.

Das Problem beim Autorenmarketing

Viele Autoren veröffentlichen vor allem Inhalte, in denen sie sich mit ihrem eigenen Schreiben auseinandersetzen. Ihre potentiellen Leser interessiert dies jedoch nur bedingt. Schreibtipps sind nur für andere Autoren interessant. Wenn du gerne Liebesromane liest, möchtest du ja nicht unbedingt selbst welche schreiben.

Wenn du also von deinem eigenen Schreiben sprichst oder darüber schreibst, solltest du das so tun, dass es die potentiellen Leser deiner Romane interessiert. Doch auch ganz andere Inhalte können noch für sie interessant sein.

Mögliche Fragen, um deine Zielgruppe zu definieren

Das Schlüsselelement, um zu passenden Inhalten zu kommen, ist deine Zielgruppe: Für wen möchtest du eigentlich schreiben? Vielen Autoren fällt eine Antwort darauf schwer. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen, deine Zielgruppe einzugrenzen:

Welche Hauptfragen und Probleme behandelst du in deinen Texten? Für wen könnten sie interessant sein?

Wer könnte sich vor allem mit deinen Figuren identifizieren?

Für die Leser welcher Autoren könnte auch deine Romane etwas sein?

Dein idealer Leser

Das Erstellen einer Buyer-Persona oder eines Avatars ist im Marketing verbreitet. Es handelt sich um einen fiktiven Kunden, um den idealen Käufer deines Produkts. Dieses Prinzip lässt sich auch auf deine Leser, also die Käufer deiner Romane, übertragen.

Definiere deinen idealen Leser möglichst genau: Wie alt ist er, für welche Themen interessiert sie sich, wie heißt er, womit beschäftigt sie sich gern? Gib ihm einen Namen, zeichne ein Bild von ihr, erstelle einen Steckbrief.

Durch eine detaillierte Beschreibung deines idealen Lesers machst du dir klar, wen du eigentlich ansprechen möchtest. Dies hilft dir beim Erstellen deiner Inhalte.

Selbstverständlich wirst du nicht nur Menschen erreichen, auf die alle Aspekte deines idealen Lesers zutreffen. Du sprichst jedoch solche und ähnliche Menschen konkret an, anstatt beim Marketing weiter nach dem Gieskannenprinzip zu verfahren.

 

10 x passender Content für deine Zielgruppe

Ausgehend von deiner Zielgruppe bzw. deinem idealen Leser gibt es unzählige Möglichkeiten, passende Inhalte im Rahmen vom Autorenmarketing zu erstellen. Die folgenden 10 sind einfach auszuprobieren und meist auf unterschiedlichen Kanälen umsetzbar: Als Text, Video oder Audio.

Lesehäppchen

Wenn du gerade an einem bestimmten Werk schreibst, so kannst du vorab Auszüge mit deinen Lesern teilen. So erweckst du Interesse, noch bevor dein Buch überhaupt fertig ist. Achte darauf, nicht zu viel zu verraten und wirklich spannende Stellen auszuwählen.

Zitate und Sprüche

Eine einfache und effektive Möglichkeit, regelmäßig Inhalte zu posten, besteht darin, ausgewählte Zitate, Sprichwörter und Wortspiele zu nutzen. So entstehen Content-Häppchen, die sich insbesondere in sozialen Netzwerken nutzen lassen.

Kurze Texte

Schreibst du Romane, so können kurze Geschichten zu ähnlichen Themen eine schöne Möglichkeit sein, Leser zum ersten Mal auf dich aufmerksam zu machen. Bist du Sachbuchautor, so eignen sich Blogartikel, die sich mit ähnlichen Problemen auseinandersetzen wie deine Bücher. Wenn deine Geschichten oder Artikel deinen Lesern gefallen, so werden sie sich auch für dein Buch interessieren.

Symbolische Dokumentation deines Autorenlebens

Mach aus deinem Schreiben eine Geschichte, deren Held du bist. So bietest du potentiellen Lesern die Möglichkeit, sich mit dir zu identifizieren.

Besonders spielerisch gelingt dies, indem du bildhaft auf den Punkt bringst, was bei dir gerade so ansteht. Veröffentliche Fotos von besonderen Orten, Wort- oder Seitenzahlen deines aktuellen Projekts, Bilder vom Chaos auf deinem Schreibtisch und vieles mehr.

Geschichten aus deinem Leben

Du hast in deinem Leben bestimmt schon viele Erfahrungen gemacht, die mit den Themen deiner Bücher zusammenhängen. Sonst würdest du ja kaum darüber schreiben.

Begib dich auf eine Forschungsreise in deine eigene Lebensgeschichte. Entdecke Anekdoten und Begebenheiten und erzähle sie in Form unterhaltsamer Geschichten.

Austausch mit deiner Zielgruppe

Indem du ins Gespräch mit deiner Zielgruppe kommst, findest du heraus, was sie noch interessieren könnte. Darüber hinaus wirst du so greifbarer, das Identifikationspotential mit dir erhöht sich.

Hierfür kannst du eine Gruppe in sozialen Netzwerken gründen, eine Umfrage starten oder einfach eine Frage in deinem Newsletter stellen und um Antworten bitten. Wichtig ist es, dass du auf Kommentare wirklich reagierst und so einen Dialog mit deinen Lesern eröffnest.

Interviews

Du bist bei Inhalten nicht darauf angewiesen, alles selbst zu machen. Welche Persönlichkeiten könnten deine Leser noch interessieren? Schreib sie an und versuche ein Interview mit ihnen zu bekommen. Tausch dich mit ihnen zu den Hauptfragen deines Werks aus und veröffentliche das Gespräch in Form eines Artikels, eines Videos oder eines Audios.

Die Geschichten deiner Geschichten

Hinter jeder deiner Geschichten steckt eine Entstehungsgeschichte. Auch wenn Schreibtipps im eigentlichen Sinn die Mehrheit deiner Leser nicht interessieren wird, so können die Erfahrungen und Hürden beim Schreiben durchaus unterhaltsam sein, indem du sie als Teil eines Abenteuers präsentierst.

Was war der Auslöser dafür, dass du dich auf deinen Schreibweg gemacht hast? An welchem Punkt wolltest du aufhören? Was hat dir dabei geholfen durchzuhalten?

Erzähle möglichst authentisch und lebendig, so können sich die Leser mit dir identifizieren.

Keyword-Artikel zu deinen Themen

Für welche Themen und Bereiche interessiert sich deine Zielgruppe besonders? Recherchiere, welche Keywords es hier gibt, nach denen in Suchmaschinen besonders häufig gesucht wird. Erstelle nun Beiträge, in denen du möglichst umfassend über diese Themen informierst. Sobald du mit deinen Inhalten in den Suchergebnissen rankst, finden mögliche Interessenten an deinen Büchern automatisch auf deine Seite.

 

Autorenmarketing: Die praktische Umsetzung

Rein theoretisch erscheint es recht einfach, mit den passenden Inhalten deine potentiellen Leser anzusprechen. Doch in der Praxis bedeutet das Erstellen interessanter Videos, Artikel oder Podcast-Episoden natürlich viel Arbeit. Wie gelingt es dir, dein Marketing in den Alltag zu integrieren.

Ausprobieren

Es ist nicht notwendig, dass du auf allen Kanälen mit allen möglichen Inhalten unterwegs bist. Viel wichtiger ist es, dass du dich auf einige wenige Themen und Kanäle spezialisierst.

Doch um herauszubekommen, was dir wirklich liegt, solltest du Verschiedenes ausprobieren. Geh dabei möglichst spielerisch vor. Es geht nicht um Perfektion. Am Anfang tut es auch die Handykamera, um ein erstes Video aufzunehmen, Hauptsache du legst los.

Der Spaßfaktor

Bei all den strategischen Überlegungen erscheint Marketing manchmal wie eine ungemein ernste Angelegenheit.

Das sollte jedoch nicht so sein.

Achte lieber darauf, dass du Spaß daran hast, wähle also die Kommunikationsform, auf die du Lust hast. So bleibst du kontinuierlich bei der Sache, anstatt bloße Strohfeuer zu entfachen. Und nur, wenn du mit Freude schreibst, postest, Videos oder Audios produzierst, springt der Funke am Ende auch auf deine Leser über.

Welche Form des Content-Marketings ist dir am liebsten? Wie sieht dein Autorenmarketing aus?

3 Comments

  • Hello Andreas,
    danke für Deinen informativen Artikel!
    Du empfiehlst Lesehäppchen aus dem aktuellen Projekt zu veröffentlichen. Weißt Du, wie Verlage darauf reagieren, wenn man ihnen später das fertige Manuskript anbietet und Leseproben bereits öffentlich sind? Oder ist das nur ein Tipp für Autor*innen, die sich ganz sicher sind, das Werk im Selfpublishing zu publizieren?
    Danke schon mal und liebe Grüße
    Ricarda

  • Liebe Ricarda,
    danke für das Lob :-)!
    Ich würde mit Leseproben v.a. arbeiten, wenn der Veröffentlichungsweg bereits geklärt ist. Dann kannst du das mit deinem Verlag absprechen. Auch beim Selfpublishing empfiehlt sich ein absehbarer Veröffentlichungstermin.
    Liebe Grüße!
    Andreas

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